Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Nach tödlichem Unfall: Stadt lässt Bäume kontrollieren
Aus der Region Stadt Hannover Nach tödlichem Unfall: Stadt lässt Bäume kontrollieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 02.08.2018
Baum-Kontrolleur Klaus Sanftleben überprüft am Montag die Plantanen rund um den Maschsee. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Unmittelbar vor dem Beginn des Maschseefestes am Mittwoch haben Hannovers Baumkontrolleure alle Hände voll zu tun. Wie in jedem Jahr überprüfen die Experten vor der großen Seesause alle Bäume rund um den Maschsee. Sie suchen nach toten Ästen, die herunter fallen und somit eine Gefahr für die Gäste darstellen könnten. In diesem Sommer verstärken die lang anhaltenden hohen Temperaturen die sogenannten Sommerbrüche auch bei gesunden Ästen. Bislang haben die Baumkontrolleure aber keine lebensbedrohliche Schwächung der Altbäume feststellen können.

Klaus Sanftleben und sein Kollege Christian Beckmann warfen am Montagvormittag einen letzten Blick auf die Plantanen am Courtyard Hotel, wo der Aufbau für das Maschseefest in vollem Gang ist. „Da oben sehe ich einen toten Ast“, sagte Sanftleben. Die Beobachtung notierte er in einem kleinen Computer, den er mitgebracht hatte. Kollegen werden sich den Ast so schnell wie möglich von einem Hubwagen aus ansehen, um dann entscheiden zu können, ob der Ast herausgeschnitten werden muss oder nicht.

Experten können nicht jede Gefahr erkennen

Rund 150 Mitarbeitereinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen der Verwaltung sind in Hannover mit der Überprüfung des städtischen Baumbestandes befasst. Zusätzlich verstärken Fremdfirmen die städtischen Baumkontrolleure. Alte Baumbestände wie beispielsweise im Maschpark werden halbjährlich in Augenschein genommen. Bäume, die unmittelbar an Straßen oder Grünflächen stehen, werden etwa alle 15 Monate kontrolliert. Jungbäume müssen lediglich alle fünf Jahre überprüft werden. Doch trotz der weitreichenden Kontrollen können die Experten nicht jede Gefahr erkennen, die von morsch gewordenen Ästen droht.

Ast erschlägt 2017 Fest-Besucher

Während des vergangenen Maschseefestes hatte sich ein tragisches Unglück ereignet. Ein 31-jähriger Besucher der Seesause war auf dem Heimweg durch den Maschpark von einem herabstürzenden Ast einer Kastanie erschlagen worden. Der rund zwölf Meter lange Ast war in einer Höhe von etwa zehn Metern abgebrochen und auf den Mann aus Springe gefallen. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Eine externe Gutachterin kam bei ihrer Untersuchung des Vorfalls zu dem Schluss, dass der Ast weder morsch, noch von innen verfault oder von Pilzen befallen gewesen war. Die Expertin hatte in dem Ast kleine, etwa ein Millimeter lange Risse gefunden, die von außen nicht sichtbar gewesen sind. Aufgrund des Gutachtens stellte die Staatsanwaltschaft Hannover die Ermittlungen zu dem Vorfall ein.

Sollten sich während des Maschseefestes Hinweise darauf ergeben, dass ein Ast am See oder im Maschpark herunterzufallen droht, würden die Baumkontrolleure sofort ausrücken. Zusätzliche Kontrollen des Baumbestandes würden auch nach einem heftigen Sturm oder starken Gewittern vorgenommen. „Für die Verwaltung hat Sicherheit grundsätzlich oberste Priorität“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix.

Weitere Infos zum Maschseefest:

Das Sicherheitskonzepts zum diesjährigen Maschseefest: Drei Kameras werden am Nordufer installiert, außerdem soll die mobile Wache besser zu finden sein.

Ein Hauch Karibik und ein wenig irisches Flair: Das gibt es in diesem Jahr auf dem Maschseefest am Südufer. 

Von Südafrika in wenigen Minuten in die USA: Das geht auf dem diesjährigen Maschseefest am Nordufer ganz problemlos – zumindest kulinarisch. 

Ekkehard Reimann und Bodo Linnemann machen beim Maschseefest wieder gemeinsame Sache. 

Eine Übersichtskarte gibt es hier.

Von Tobias Morchner

So lustig kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und bemerkenswerten Erlebnissen des Alltags. Heute: Eine wunderbare Erfrischung

07.08.2018

Im Altwarmbüchener See ist am Montagnachmittag ein 79 Jahre Mann untergegangen. Mehrere Badegäste retteten ihn aus dem Wasser und reanimierten das Opfer. Laut Polizei hat der Schwimmer aber dennoch nicht überlebt.

31.07.2018

In der Kleingartenkolonie Flora in Hannover-Sahlkamp ist am frühen Sonntagmorgen eine Laube durch ein Feuer zerstört worden. Kleingärtner hatten laute Knallgeräusche gehört und die Feuerwehr alarmiert.

30.07.2018