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Stadt Hannover Mehr Menschen suchen Rat bei Verbraucherzentrale
Aus der Region Stadt Hannover Mehr Menschen suchen Rat bei Verbraucherzentrale
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06:00 23.05.2017
Vorstandsvorsitzender Randolph Fries. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Nutzung des Online-Angebots sei sogar um 38 Prozent gestiegen. Um noch mehr Menschen zu erreichen, soll künftig auch eine Video-Chat-Beratung angeboten werden.

„Spitzenreiter waren unlautere Geschäftspraktiken, insbesondere Probleme mit gefälschten Online-Shops“, sagt Geschäftsführerin Petra Kristandt. Immer wieder würden Kunden Markenware zu günstigen Preisen bestellen und dann gefälschte Kleidung oder überhaupt keine Ware erhalten. Das Geld bliebe meist verloren. Verbraucherschützer raten deswegen unter anderem, sich das Impressum der Shops genau anzuschauen und Verkäufer zu bevorzugen, die ihren Sitz in Deutschland oder der EU haben. Auch sollte nicht per Vorauskasse gezahlt werden. Gewarnt wird auch vor Handwerkern, die Kunden in Notsituationen abzocken. Die meisten Probleme habe es in diesem Bereich mit Schlüsseldiensten gegeben (21 Prozent der Beratungen im Bereich Handwerker). Auch vermeintliche Inkassoforderungen würden von vielen Verbrauchern oft ohne zu fragen bezahlt - aus Angst vor angedrohten Zwangsvollstreckungen oder einer Kontopfändung. Nachgefragt waren weiterhin die Themen Altersvorsorge- und Geldanlage: Die anhaltende Niedrigzinsphase und Diskussionen um die Riester-Rente verunsicherten die Verbraucher.

Um trotz reduzierter Standorte - von ursprünglich 22 gibt es niedersachsenweit nur noch elf - möglichst vielen Menschen helfen zu können, soll nun die Möglichkeit einer Videoberatung geschaffen werden. „Im Bereich Internet haben sich die Beratungsanfragen massiv erhöht“, sagt Vorstandsvorsitzender Randolph Fries. 1,6 Millionen Verbraucher, 38 Prozent mehr als 2015, suchten auf diesem Weg Hilfe. „Dank der Video-Beratung entsteht das Gefühl eines persönlichen Gesprächs“, sagt er. Außerdem könnten Verträge den Mitarbeitern gezeigt werden. „So wollen wir Falschberatungen durch kryptische Erklärungen verhindern.“

Vielzahl an Modellen macht die Wahl des richtigen Kontos schwer

Mangelnde Transparenz und zu viele unterschiedliche Kontomodelle erschweren Kunden einen Vergleich verschiedener Banken, kritisiert die Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Das dient unter anderem auch dazu, die Kunden hinters Licht zu führen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen“, sagt Randolph Fries, Vorsitzender der Verbraucherzentrale. 51 Kreditinstitute in elf niedersächsischen Städten wurden nun untersucht. Das Ergebnis: Kostenlose Girokonten gibt es meist nur noch für bestimmte Zielgruppen oder sie sind an bestimmte Bedingungen geknüpft – wie regelmäßiges Einkommen in einer bestimmten Höhe.

„Das kostenlose Girokonto ist ein Auslaufmodell“, sagt Andreas Gernt, Finanzexperte der Verbraucherzentrale. „Die Preisspanne der monatlichen Kontoführung reicht von 0 bis 22,50 Euro.“ Vor allem einkommensschwache Personen würden häufig mit höheren Kontoführungsgebühren bestraft, während Gutverdiener von kostenlosen Modellen profitieren. So biete die Postbank beispielsweise ein kostenloses Kontomodell an, sofern monatlich mindestens 3000 Euro eingehen – zahlt der Kunde weniger ein, werden 9,90 Euro fällig.

Zudem werden zunehmend Gebühren für Bankkarten, das Geldabheben oder für jeden einzelnen Buchungsvorgang gefordert. Das mache es für die Verbraucher fast unmöglich, Konditionen zu vergleichen. „Was auf den ersten Blick preisgünstig erscheint, entpuppt sich schnell als Kostenfalle“, sagt Gernt. Den Marktcheck gibt es auf verbraucherzentrale-niedersachsen.de.

Von Lisa Malecha

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