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Stadt Hannover Dezernent will Südstadt sauberer machen
Aus der Region Stadt Hannover Dezernent will Südstadt sauberer machen
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00:22 10.06.2018
Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (links) stellt im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult das Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt vor. Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (rechts) und sein Stellvertreter Ekkehard Meese hören zu. Quelle: Mathias Klein
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Hannover

Grillen auf der Hoppenstedtwiese, zugeparkte Gehwege und die Sauberkeit im Stadtbezirk: Das sind die Themen, über die bei der Vorstellung des Sicherheitskonzepts für die Landeshauptstadt im Stadtbezirksrat Südstadt-Bult am intensivsten diskutiert wurde. Finanz- und Ordnungsdezernent Axel von der Ohe versprach in der Sondersitzung des Bezirksratspolitikern und den rund 20 Bürgern, dass über alle Anregungen diskutiert werden.

Erst einmal gehe es auch darum zu hören, wo die Sicherheitsprobleme in den einzelnen Stadtbezirken lägen, betonte von der Ohe. Später werde er erneut in den Stadtbezirksrat kommen. „Dann werde über die Punkte, die angesprochen wurden, noch einmal geredet“, betonte er.

Stadtbezirkspolitiker Jesse Jeng (CDU) wies in der Sondersitzung auf ein Müllproblem hin. Öffentliche Abfallbehälter in der Südstadt seien häufig aufgebrochen, der Müll liege dann herum, und oftmals dauere es lange, bis er beseitigt werde. Von der Ohe teilte daraufhin mit, dass der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha auf Bitten und mit Bezahlung der Stadt die Zahl der Abfallfahnder von 5 auf 11 mehr als verdoppeln werde. Außerdem werden die sogenannten schnellen Einsatzteams von Aha von 12 auf 20 Mitarbeiter aufgestockt. Diese sind für die schnelle Beseitigung von wild herumliegendem Müll in Hannover zuständig.

Helfen soll auch eine Meldesoftware, mit der Bürger wilden Müll einfach über das Smartphone melden können. Insgesamt sei das Thema der Abfallbehälter allerdings kompliziert, merkte von der Ohe an. Denn außer den den mehreren tausend Abfallbehältern von Aha gebe es zudem noch Behälter die der Üstra gehören und andere, die der Stadt gehören.

Sören Hauptstein (AfD) sowie zwei Kleingärtner beklagten sich, dass viele auf der Hoppenstedtwiese grillende Bürger ihren Müll dort liegen ließen. Angeblich gebe es dort auch einen zunehmenden Drogenkonsum. Der Ordnungsdienst der Stadt müsse auch nach dem bisher für 22 Uhr geplantem Feierabend auf der Hoppenstedtwiese auftauchen, meinte Hauptstein.

In seiner Antwort kündigte der Ordnungsdezernent an, dass die Arbeitszeiten des Ordnungsdienstes flexibel gehandhabt werden sollen. Wenn an Sonnabenden ein späterer Einsatz des Ordungsdienstes nötig sei, sei die Stadt dazu auch bereit, betonte er. Allerdings gehöre die Bekämpfung des Drogenhandels nicht zu den Aufgaben der städtischen Ordnungshüter. Zudem gibt es nach Angaben Leiters des Polizeikommissariats Südstadt, Frank Kettelmann, auf der Hoppenstedtwiese keine Drogenszene.

Eine Südstädterin sprach in der Sondersitzung der zahlreichen Falschparker in der Südstadt an, die vor allem in den Abend- und Nachtstunden auf Gehwegen stehen oder die herabgesenkten Bordsteinkanten an den Gehwegen blockierten. „Es geht um alte Menschen, die mit ihren Rollatoren oder Rollstühlen dann nicht mehr weiter kommen“, sagte die Frau. Von ihr in solchen Fällen gerufene Polizisten weigerten sich jedoch immer, diese Autos abzuschleppen, berichtete sie.

Polizist Kettelmann sagte, die Überwachung des ruhenden Verkehrs sei für die Polizei zweitrangig. Ein blockierter abgesengter Bordstein allein reiche nicht zum Abschleppen aus. Immer handele es sich um eine „Abwägung im Einzelfall“. Auch von der Ohe äußerte sich: Der städtische Ordnungsdienst schreibe die Falschparker auf und lasse die Wagen dann abschleppen, wenn es verhältnismäßig sei.

Von Mathias Klein

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