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Stadt Hannover Post über vereitelten Terroranschlag in Hannover ist falsch
Aus der Region Stadt Hannover Post über vereitelten Terroranschlag in Hannover ist falsch
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20:15 20.08.2017
Der Verfasser einer Falschmeldung behauptete, dass auf das "Fest der Kulturen" am Trammplatz ein Terroranschlag verübt werden sollte. Quelle: dpa/Screenshot/Symbolbild (HAZ-Collage)
Hannover

Die Meldung über einen vereitelten Terroranschlag auf das "Fest der Kulturen" in Hannover, die am Sonnabendabend auf Facebook verbreitet wurde, ist falsch. In dem Facebook-Post wird behauptet, dass das SEK am Sonnabendmorgen einen Lastwagen an einem Rastplatz in der Nähe von Hannover gestürmt und so ein Attentat auf das Fest am Trammplatz verhindert habe.

Einen entsprechenden SEK-Einsatz habe es nicht gegeben, teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen auf Twitter mit: "Es wurde kein Anschlag verhindert. Die Falschmeldung war offensichtlich dazu bestimmt, Bürger in Angst und Schrecken zu versetzen." Die Polizei hat Ermittlung eingeleitet, das bewusste Verbreiten von Falschmeldungen sei kein Bagatelldelikt.

Die Falschmeldung spielt dabei offenbar auf die zuletzt schweren Anschläge islamistischer Terroristen an, die dabei Lastwagen als Tatwaffe verwendeten. Erst am Donnerstag war ein Transporter auf der beliebten Touristenmeile "La Rambla" in Barcelona in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden 14 Personen getötet, der sogenannte "Islamische Staat" hat die Tat für sich beansprucht. In Berlin raste im Dezember ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche und tötete zwölf Menschen. 

Bei dem Fest der Kulturen auf dem Trammplatz zeigen bis Sonntagabend mehr als zwei Duzend Ensembles aus aller Welt traditionelle und moderne Choreografien. Dazu gibt es Musik aus der Karibik, aus Peru, der Mongolei, dem Iran, Ghana, Zimbabwe oder Burkina Faso

Stadt behält die Nerven

Die Stadt als Veranstalterin des Kulturfests hatte sich unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Meldung mit der Polizei verständigt – und die bekannten Sicherheitsvorkehrungen als ausreichend erachtet. „Ohne entsprechende Maßnahmen können wir heutzutage sowieso keine Veranstaltung mehr durchführen“, sagt Menge.

Die Falschmeldung war auf der Internetseite von Markus Schüler aus Bergkamen in Nordrhein Westfalen zu finden. Auf telefonische Anfrage der HAZ räumt er am Sonntag ein, der Verfasser zu sein. „Ich habe einen Bekannten, der einen Freund bei der Bundespolizei hat, und der hat mir diese Geschichte erzählt“, behauptet Schüler. Auf die Frage, warum er diese Geschichte ungeprüft im Internet veröffentlicht habe, wusste Schüler keine Antwort.

Inzwischen ist die Falschmeldung von seiner Seite verschwunden. Schüler hat zudem eine kleine Korrektur veröffentlicht, dass die Geschichte „nicht den Tatsachen entspricht“. Eine Entschuldigung ist in der Stellungnahme nicht zu finden.     

sp/tm

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