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Stadt Hannover Hannovers größter Pferdestall
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00:20 08.12.2014
Action: Das Offroad-Kjöring Show-Team hebt ab. Dirk Schütz (kleine Bilder, von oben) bringt hinter der Bühne frisches Futter für die Pferde, Showleiterin Sandra Busse wacht über den Zuschauerrängen über die Abläufe, während die Pferde aus Österreich zur Freidressur in die Halle gebracht werden. Quelle: (Alexander Körner)
Hannover

350 Tonnen Sand, große Zuschauertribünen, eine LED-Wand: Kurz vor Beginn der großen Show ist die Arena vorbereitet. 5000 Pferdefans bestaunen an zwei Abenden die Gala „Nacht der Pferde“. Stunts, Akrobatik, waghalsige Tricks und Freiheitsdressur sind seit gestern Abend zu sehen, heute Abend geht es weiter. Das Event verlangt von allen Beteiligten große Konzentration - jeder Handgriff und jeder Huftritt muss stimmen. Was im Publikum keiner sieht: Hinter den Kulissen läuft eine gigantische Logistik, damit die Show reibungslos läuft.

In den Tagen vor der Großveranstaltung sind ständig neue Kunstreiter auf das Messegelände gekommen. Sie bringen ihre Tiere in die Hallen 14 und 15. Dort, wo sonst Messestände stehen, reihen sich nun mehr als 500 Pferdeboxen aneinander. Insgesamt werden hier während der Messe bis zu 1000 Tiere einquartiert. Den Überblick über Boxen, Pferde und Reiter behält Dirk Schütz. Bereits seit dem vergangenen Wochenende ist er vor Ort und übernachtet gemeinsam mit den anderen Stallmeistern in der Pferdehalle. Zwei Wohnwagen stehen dafür bereit, sie sind auch Anlaufpunkt für alle Neuankömmlinge. Mithilfe von farbigen Markierungen auf einem Hallenplan zeigt der Mann aus der Wennigser Mark ihnen, wo sie ihre Tiere unterbringen können.

Wenige Meter entfernt türmt sich meterhoch Futterheu. Auch dafür ist Schütz verantwortlich. „Etwa 5,5 Tonnen Heu und zehn Tonnen Streu am Tag können hier schon verbraucht werden“, sagt er. „Für die Hygiene in den Boxen müssen die Halter aber selbst sorgen.“ Der Stallmeister achtet hingegen darauf, dass die Tiere ruhig bleiben: „Verstehen sich zwei Pferde nicht, kann es schon einmal sein, dass wir sie umquartieren müssen.“ Stressig werde es kaum, dafür bringt Schütz zu viel Erfahrung mit. Nur wenn es einen Anruf aus dem Backstage-Bereich der Show gibt, kann es hektisch werden. Denn die Pferde müssen erst das Messegelände überqueren, um pünktlich 15 Minuten vor ihrem Auftritt hinter der Bühne zu sein.

Dort, in Halle 25, hat Sandra Busse alles im Blick, das Funkgerät stets in der Hand. Sie hat die Proben der Künstler begleitet und den Auftritten den letzten Schliff gegeben. Schon seit dem Ende der vergangenen Show läuft ihre Planung für das Programm in diesem Jahr.

Künstler aus Frankreich, Österreich, der Schweiz, der Ukraine und Deutschland sind dabei - alle hat Busse selbst ausgesucht und engagiert. Sie gestaltet auch das Regiebuch und sorgt somit für den gesamten Ablauf der Gala. „Die einzelnen Künstler zusammenzusuchen ist eine Sache. Wichtig ist, alles so zusammenzusetzen, dass es eine Einheit ergibt.“ Mit den Teams spricht sie viele Wochen vorher den Ablauf der Reitfiguren durch, damit diese individuell trainieren können. Mit dabei sind auch immer neue, unbekannte Reiter und Vorführungen. Dem Zuschauer soll schließlich nicht langweilig werden, sagt Busse.

Dabei sind schon die ein oder anderen Talente entdeckt worden, wie das Stuntteam der Ukrainian Cossacs. Als sie vor sechs Jahren das erste Mal in der Show auftraten, waren sie mit ihrer Akrobatik auf dem Pferderücken eine Sensation und bekamen Anfragen für weitere Shows. Zur Nacht der Pferde kommen sie dennoch gern wieder. Damit sie einreisen durften, war ein Visum nötig. „Viel Papierkram“, sagt Oleg Iurchyshyn, Leiter der Truppe, doch die Mühe ist es ihnen wert. „Es macht Spaß, das Publikum ist toll“, erzählt er in gebrochenem Englisch.

Einer der Höhepunkte in der Show ist die Freiheitsdressur der Österreicher Kerstin Brein und Thomas Arthofer: Sie führen Pferde ohne Zaumzeug oder Zügel durch das Rampenlicht, hohe Kunst im Umgang mit Pferden. Stundenlang wurde in der Arena trainiert, damit sich die Tiere auf die Bedingungen einstellen konnten. Aber heute gibt es die Aufführung unter erschwerten Bedingungen: Eines der Pferde ist krank geworden. Stattdessen soll nun ein junges Pferd auftreten, das zum ersten Mal eine Arena sieht. Ungewöhnlich sei das nicht, sagt Busse, auch bereite es ihr keine Sorgen. „Ich vertraue den Teams“, sagt die Frau, die die Zügel der Gala in der Hand hält, „ebenso wie den zahlreichen Helfern hinter den Kulissen.“ Dazu gehören auch die Techniker, die für Licht und Musik während der Veranstaltung verantwortlich sind.

Sebastian Waack ist einer von ihnen. Von seinem Mischpult über den Zuschauerrängen hat er das Reitfeld im Blick. Während die Finger über die Tasten, Regler und ein Touchdisplay fliegen, beobachtet er, wie die Pferde reagieren. „Es kann vorkommen, dass ein Tier einen Effekt nicht mag, die Musik zu laut oder zu wenig Licht in der Arena ist“, sagt er. Dann muss das Team etwas verändern - ohne hektisch zu sein. „Wir müssen alles mit Bedacht auf die Pferde abstimmen.“

Alle Tiere sind allerdings seit erst einem Tag vor der Erstaufführung vor Ort. Erst dann konnten alle Künstler gemeinsam trainieren und die Gala in ihrem gesamten Ablauf proben. Wenig Zeit, um aus den einzelnen Elementen ein homogenes Ganzes entstehen zu lassen. Gestern Abend aber konnten sich Tausende Zuschauer überzeugen: Alles sitzt. „Manchmal geht eine Tür zu früh auf oder etwas anderes funktioniert nicht so wie gedacht“, verrät Busse. „Die Kleinigkeiten fallen aber meist nur mir auf“, sagt die Frau, die sich selbst als Perfektionistin sieht. Die Zuschauer bemerkten meist nichts. Sie sind gefesselt vom Treiben in der Arena.

Für heute gibt es noch wenige Restkarten zum Preis von 49 Euro (Kinder 39 Euro) an der Abendkasse.

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