Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Feier mit Fischbrötchen auf dem Kröpcke
Aus der Region Stadt Hannover Feier mit Fischbrötchen auf dem Kröpcke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 19.08.2017
Von Simon Benne
Happy Birthday: Die Messe-Vorstände Andreas Gruchow (v.l.), Oliver Frese und Jochen Köckler schneiden mit Ministerpräsident Stephan Weil, Wirtschaftsminister Olaf Lies und Oberbürgermeister Stefan Schostok auf dem Kröpcke die Torte an. Quelle: Droese
Hannover

Fischbrötchen. Da klingelt's bei vielen Hannoveranern bis heute. Ins kollektive Gedächtnis der Stadt ist die erste Messe im Jahr 1947 durch jene Fischbrötchen eingegangen, die Besucher damals bekamen. "Wir mussten lange dafür anstehen, doch wann gab es schon einmal etwas ohne Lebensmittelmarken?", sagt Karlheinz Röver. Der 88-Jährige war schon bei der allerersten Messe dabei, und jetzt ist er zum Kröpcke gekommen, um Geburtstag zu feiern.

"Der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt ist durch die Messe begründet worden", sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok bei der kleinen Party dort. Auch Wirtschaftsminister Olaf Lies preist die Bedeutung des Unternehmens: "Wir sind Weltmessehautpstadt - das dürfen wir ruhig selbstbewusst nach außen tragen", sagt er. Als Kind schon habe er die technischen Innovationen auf der Messe bestaunt, sagt Lies: "Ich bin danach Ingenieur geworden."

Natürlich spendiert die Messe Hunderten Passanten, die zum Kröpcke gekommen sind, Fischbrötchen. Doch Gastronom Dietmar Althof hat auch eine Torte kreiert: Vanille-Bourbon mit Marzipan und 70 Muffin-Kerzen. Die drei Messe-Vorstände schneiden sie gemeinsam mit Ministerpräsident Stephan Weil an. Dieser erinnert sich an seine ersten Besuche der damaligen Hausfrauenmesse: "Als Kinder sind wir unterm Zaun durchgekrabbelt, um uns dort die Bäuche vollzuschlagen."

Viele Besucher auf dem Kröpcke haben ihre eigene Messe-Geschichte; kaum ein Unternehmen hat die Stadt und ihr Lebensgefühl der Weltoffenheit so geprägt wie dieses. "Als ich 1952 meine erste Anstellung bekam, habe ich auf einem Messestand gearbeitet", sagt die 82-Jährige Liselotte Rösemann. In vielen Biografien hat die Messe ihren festen Platz; auf dem Kröpcke kursieren Geschichten von Messegästen, Standpartys und Studentenjobs - lauter Mosaiksteinchen, die sich zu einem kollektiven Messe-Gefühl summieren: "Hannover und die Messe gehören für mich zusammen", sagt Liselotte Rösemann.

"Wir empfinden Dankbarkeit, dass vor 70 Jahren der Mut da war, die Messe zu gründen", sagt deren Vorstandsvorsitzender Jochen Köckler. Die britische Besatzungsmacht hatte das Projekt damals ermöglicht. Da passt es, dass zum Tag der offenen  Tür am Sonnabend auch Marvin Reese, der Bürgermeister von Hannovers britischer Partnerstadt Bristol, aufs Messegelände kommen wird. Viele Hannoveraner werden dann beim nostalgischen Biss ins Fischbrötchen der ersten Messe von 1947 gedenken. Der Wein, der damals dazu gereicht wurde, war nach Zeitzeugenberichten hingegen so schauderhaft, dass er zu Recht dem Vergessen anheim gefallen ist.

Am Sonnabend feiert die Messe ihren Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür auf dem Messe-Gelände: Von 13 bis 18 Uhr gewährt das Unternehmen Blicke hinter die Kulissen, es gibt eine Mühne mit Musik und Unterhaltung. Der Eintritt ist frei.

Zwei Männer aus Hannover waren vor 16 Jahren die ersten, die eingetragene Lebenspartner wurden. Nach der Öffnung der Ehe für Homosexuelle wollen sie nun auch zu den ersten gehören, die offiziell heiraten. Das Standesamt in Hannover richtet deswegen einen Sonderservice ein.

16.08.2017

Der Sommer ist vorbei, die Saison aus Sicht der Biergartenbetreiber und Schwimmbäder gelaufen, die Mücken sehnen sich nach nackter Haut - und jetzt könnte es mit „Maria“ tatsächlich noch mal richtig Sommer werden. Die Meteorologen sind aber noch nicht so sicher, ob sich das Hochdruckgebiet wirklich halten kann.

Mathias Klein 19.08.2017

Schlägerei in einer Kneipe in der List: Erst schlug der betrunkene 53-Jährige einem anderen Gast ins Gesicht, dann verpasste er einem Polizisten in Zivil, der schlichten wollte, einen Schwinger. Nun wurde der Mann im Amtsgericht verurteilt. 

Michael Zgoll 16.08.2017