Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover So rocken Iron Maiden auf der Expo-Plaza
Aus der Region Stadt Hannover So rocken Iron Maiden auf der Expo-Plaza
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:31 11.06.2018
Fliegende Haare und der Volume-Regler am Anschlag: Iron Maiden gibt Vollgas auf der Expo-Plaza. Quelle: Samantha Franson
Anzeige
Hannover

Eddie ist da. 25.000 Fans mit gefühlt 23.000 Band-T-Shirts auch. Die Wolken sind wieder weg. Die Bierzapfer schon warm. Also möge das Spektakel beginnen: Nach einleitenden Worten aus Winston Churchills „Never surrender“-Rede betreten die Herren von Iron Maiden gemessenen Schrittes die Bühne auf der Expo-Plaza und eröffnen ihre Rock-Comic-Entertainment-Oper – wie nicht anders zu erwarten mit Vollgas: Zu „Aces High“ kommt eine Propellermaschine aus dem Bühnenhintergrund geflogen – für subtile Symbolik war die Band noch nie bekannt. Der Song koppelt sich an seinen Vorredner und handelt von einem britischen Piloten, der 1940 im „Battle of Britain“ gegen die Deutschen kämpft.

Die Tatsache, dass Iron Maidens Gründungsdatum näher am Zweiten Weltkrieg liegt als am Auftrittstag in Hannover, zeigt den langen Atem dieser Truppe, die Ende der Siebziger mit Kollegen wie Saxon oder Def Leppard den von Punk beeinflussten New Wave of British Heavy Metal begründeten. Einer der Ur-Jungfrauen, Steve Harris, der 1975 die Band gründete, ist noch dabei und zeigt Song für Song, dass Bassspielen im Metal richtig viel Arbeit ist. Überhaupt hat man nicht das Gefühl, es bei diesen netten, humorvollen, älteren Herren mit Rentnern zu tun zu haben. Mähne, T-Shirt, Jeans und der Volume-Regler am Anschlag – passt schon.

Vor allem Sänger Bruce Dickinson versprüht eine Energie wie ein Teenager. Der fast 60-Jährige rennt und springt zwischen seinen Kollegen hin und her und macht immer wieder diesen Rocksänger-Ausfallschritt auf das Publikum zu, ohne den der Rock ’n’ Roll nicht das wäre, was er ist: Pose, Anmache, Show. Dazu: wechselnde Garderoben und ein bisschen Schauspielkitsch mit Schwert und Umhang unterm Kronleuchter, da ist der Mann nicht zimperlich. So akkurat, wie er als Pilot große Passagiermaschinen fliegt – wie die bandeigene, 2016 verrentete Ed Force One – , so wild lässt er auf der Bühne die Sau raus. „Hannover, we can‘t hear you“, brüllt er. Sekunden später kann er Hannover hören. Läuft!

Mit wuchtigem Sound spielt sich Iron Maiden durch ein Programm, das mehr Chronik als Best-of-Abklapperei ist. Die „Legacy of the Beast“-Tour führt durch knapp 40 Jahre, in denen sich der Bandsound entwickelt, aber im Charakter nur wenig verändert hat. Zweistimmige Gitarrenriffs, melodische Bassläufe, hoher, kraftvoller Gesang, rasende Old-School-Soli und die aus dem Punk gebliebene Energie – so gehen Hits wie „2 Minutes to Midnight“ oder „The Trooper“. Aber auch selten gespielte Songs wie „The Clansman“ – der einzige Song mit längerer Ansage – bekommt das Publikum in Hannover zu hören.

Selbst das erste Album, auf dem noch Paul Di’Anno sang, kommt schließlich zu Ehren. Und „The Number of The Beast“, „Run to the Hills“ und „Hallowed be thy Name“ sind fast Pflichtprogramm. Die Fans, durch alle Altersklassen, sind aus dem Häuschen. Die Energie auf der Plaza ist ansteckend.

Über all dem thront Eddie, das morbide Bandmaskottchen, das über ein Videospiel und eine Comic-Reihe mittlerweile auch selbst Karriere macht. Eddie heißt übrigens auch das Maskottchen von Hannover 96. Passt also auch. Bei den Hobbykickern von Iron Maiden ist allerdings die Stimmung besser.

Von Uwe Janssen

Die Cebit hat ihren ersten Schritt in die Innenstadt gemacht: Am Sonntag eröffnete die d!lounge am Kröpcke. Dort gibt es nun eine Woche lang Kaffee, kühle Getränke, Snacks und Infotainment. Und das in entspannter Atmosphäre.

Michael Zgoll 10.06.2018

Heute ist es so weit: Die Madsack Mediengruppe lädt am Anzeiger-Hochhaus zum Open-Air-Festival mit jeder Menge Livemusik, Artisten und zahlreichen Überraschungen ein. Die Gäste erwartet am Sonnabend eine fantastische Show auf einer spektakulären Bühne.

16.06.2018

Ehemaliger Direktor des Stadtarchivs revanchiert sich – und will nun Mitglied im Heimatbund werden. Bei der Feier an der Hildesheimer Straße legt der 82-Jährige auch ein wenig Galgenhumor an den Tag.

10.06.2018
Anzeige