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Mieter fürchten Vertreibung aus der Nordstadt Hannovers

Steigende Mieten Mieter fürchten Vertreibung aus der Nordstadt Hannovers

In vielen Städten werden alte Bewohnergruppen aus ihren angestammten Vierteln verdrängt, weil zahlungskräftigere Zielgruppen den Charme des Stadtteils entdecken. Droht diese soziale Umstrukturierung auch der Nordstadt von Hannover?

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Erst die List, die Oststadt, Linden-Mitte und nun die Nordstadt? Rund um die Lutherkirche hat der Wandel des Stadtteils hin zum schmucken und teuren Quartier bereits begonnen.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Nicola Pause soll ausziehen. Das Mehrfamilienhaus Im Moore, in dem sie seit Jahren wohnt, ist verkauft worden. Ein Unternehmen saniert den Altbau Etage für Etage und vermarktet die Wohnungen anschließend einzeln mit Profit an neue Bewohner oder Kapitalanleger. Die Mieterin im Dachgeschoss ist diesem Wandel im Weg, sie hat eine Kündigung erhalten. Das geht zwar so einfach nicht, aber der neue Vermieter hat eine juristische Begründung gefunden, und man kann es ja zumindest erst mal versuchen.

Wenn derartige Vorgänge sich häufen, dann spricht man neudeutsch von Gentrifizierung – und meint damit eine soziale Umstrukturierung. Alte Bewohnergruppen werden verdrängt, weil zahlungskräftigere Zielgruppen den Charme eines Stadtteils entdecken. In Hamburg passiert das derzeit im Schanzenviertel, in Berlin seit vielen Jahren am Prenzlauer Berg. Die hannoversche List und insbesondere die Oststadt haben es hinter sich, in Linden-Mitte ist dieser Wandel auch weitgehend vollzogen. Jetzt also die Nordstadt?

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