Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover MHH-Forscher erhalten Millionen
Aus der Region Stadt Hannover MHH-Forscher erhalten Millionen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 06.06.2018
Forscher der MHH haben von der EU zahlreiche Förderzusagen für ihre Projekte erhalten. Quelle: Schaarschmidt
Anzeige
Hannover

Hohe Auszeichnung für Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH): Prof. Danny Jonigk vom Institut für Pathologie hat von der Europäischen Union die begehrte Wissenschaftsförderung "Consolidator Grant des European Research Council (ERC)" erhalten - und somit eine Zuwendung von rund zwei Millionen Euro. Darüber hinaus bekommen vier weitere MHH-Teams insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro für ihre Forschungen in neuen europäischen Verbünden, teilte MHH-Sprecher Stefan Zorn mit.

Prof. Jonigk hat mit seinem Vorhaben „Hanover experimental lung research project (XHaLe)" das Ziel, bisher unheilbare Lungenerkrankungen heilen zu können: Derzeit sterben pro Jahr in Europa rund eine halbe Millionen Menschen an Lungenerkrankungen, die keine Krebsleiden sind - also beispielsweise an chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), einer Lungenfibrose, einer Lungenentzündung oder an starkem Asthma. Bisher können Medikamente diese Erkrankung zwar zum Teil in ihrer Entwicklung verlangsamen, aber nicht heilen. Als letzte Therapiemöglichkeit bleibt den Betroffenen nur eine Lungentransplantation. Prof. Jonigk will diese Krankheiten heilen. Dafür wird er in den kommenden fünf Jahren mit seinem Team 700 kranke Lungen untersuchen, die im Rahmen von Transplantationen den Patienten entnommen werden. Die MHH eignet sich für dieses Vorhaben in einzigartiger Weise, da an der MHH europaweit die meisten Lungen transplantiert werden: Im Jahr 2017 waren es rund 120.

An der MHH gibt es eine weltweit einmalige Infrastruktur, die Prof. Jonigk und seine Partner aufgebaut haben. Sie ermöglicht, dass die entnommenen Lungen sehr frisch untersucht werden können: Nachdem eine kranke Lunge im Rahmen einer Transplantation einem Patienten entnommen worden ist, wird sie zu jeder Tages- und Nachtzeit direkt ins MHH-Institut für Pathologie zur Arbeitsgruppe Lungenforschung gebracht. Es vergehen so höchstens 30 Minuten zwischen Entnahme des Organs und dem Beginn der ersten Untersuchungen. Dann bereitet die von Dr. Peter Braubach koordinierte Gewebebank das Organ für die Forscher so vor, dass sie ihre wissenschaftlichen Untersuchungen durchführen können. Dafür stehen sie an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr zur Verfügung und nutzen so alle diagnostischen Möglichkeiten der modernen Pathologie.

Ein Forscherteam um Prof. Axel Schambach und Michael Rothe vom Institut für Experimentelle Hämatologie erhält 560.000 Euro. Die Wissenschaftler wollen mit Gentherapien Patienten helfen, deren Immunsystem von Geburt an schwer gestört ist. Ein anderes Forscherteam hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung bereits vorhandener Medikamente auch für andere Krankheiten zu untersuchen, dafür gibt es 550.000 Euro. Andere Forscher erarbeiten in den kommenden Jahren eine Therapie zur Heilung eine bestimmten angeborenen Leberfunktionsstörung. Und die EU gibt Fördergeld für die Suche nach sogenannten Killerzellen gegen Krebszellen.

Von Mathias Klein

Die Stadt Hannover will ab August die Zuschüsse für die Ganztagsschulen deutlich erhöhen, im Gegenzug sinkt die Zahl der Horte. Oppositionspolitiker sehen die Entwicklung skeptisch.

06.06.2018

150 Jahre alt ist die Herrenhäuser Brauerei in diesem Jahr geworden. Am Samstagabend feierte die Brauerei auf dem Kröpcke –und startete ihr Projekt „hannoverbunden“.

05.06.2018

Beim Fest im und vor dem Ballhof gibt es Musik, Theater und Aktionen. Schauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg sieht Hannover „um Lichtjahre voraus“.

05.06.2018
Anzeige