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Stadt Hannover Hannover feiert Städtepartnerschaft mit Bristol
Aus der Region Stadt Hannover Hannover feiert Städtepartnerschaft mit Bristol
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18:48 20.08.2017
Von Mathias Klein
Oberbürgermeister Stefan Schostok und sein Amtskollege aus Bristol, Marvin Rees, unterzeichnen das Memorandum zum Ausbau der Partnerschaft. Quelle: Mathias Klein
Hannover

Mit einem Festakt im Rathaus haben Hannover und Bristol ihre 70-Jährige Städtepartnerschaft zelebriert. Oberbürgermeister Stefan Schostok und sein Bristoler Amtskollege Marvin Rees unterzeichneten eine Vereinbarung für eine noch intensivere Verbindung.

Der Brexit spielte die wichtigste Rolle bei der Feierstunde am Sonnabendmittag im Rathaus, auch wenn er nicht in jeder Rede erwähnt wurde. Oberbürgermeister Schostok sagte, dass der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union die Partnerschaft der beiden Städte nicht behindern, sondern beflügeln solle. „Wir können auch weiterhin viel voneinander lernen“, betonte Schostok: „Und das wollen wir auch.“

Die zahlreichen Treffen der Bewohner von Bristol und Hannover, unter anderem beim Schüleraustausch oder bei Sport und Kultur, seien für beide Seiten eine große Bereicherung, meinte der Oberbürgermeister. Er hoffe, dass der Besuch der Delegation aus Bristol auch dazu diene, neue Ideen für die freundschaftliche Verbindung der beiden Städte und ihrer Einwohner zu entwickeln.

Der stellvertretende britische Botschafter, Nick Pickard, berichtete von seiner langjährigen Brieffreundschaft mit einem Hannoveraner, die ihn geprägt habe. So habe er 1988 sein erstes Weihnachtsfest in Hannover verbracht, inklusive Besuch der Cristvesper in der Marktkirche und dem Verteilen von Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. „Solche Freundschaften sind ausgesprochen wichtig für die Beziehungen zwischen den Ländern“, sagte Pickard.

Bristols Bürgermeister Rees, der ebenso wie der stellvertretende Botschafter das Wort „Brexit“ vermied, berichtete, dass er in der Schule Deutsch gelernt und als Jugendlicher drei Wochen in Hannover bei einem Jugendcamp verbracht habe. „Die Städtepartnerschaft dient dazu, Missverständnisse zwischen den Menschen auszuräumen“, sagte er. Niemals sei man nur Bürger einer Stadt oder eines Landes, sondern immer der ganzen Welt.

Schüler der Goetheschule berichteten in der Feierstunde von ihren Erfahrungen aus dem Austausch mit Schülern aus Bristol. Die jetzt 16-jährige Janna Jeschke war beispielsweise im Jahr 2014 erstmals in Bristol. Mit ihrer damaligen Partnerschülerin ist sie inzwischen sehr gut befreundet, sie besuchen sich gegenseitig. Beide haben beschlossen, sich für ein vereintes Europa einzusetzen.

Der Vorsitzende der Hannover-Bristol-Gesellschaft, Robert Nicholls, bestätigte auf Nachfrage am Rande der Feier Berichte von Problemen beim Schüleraustausch auf britischer Seite. So verlangten manche Schulen derzeit von den deutschen Austauschschülern Führungszeugnisse. „Das ist eine gewisse Übereifrigkeit“, kritisierte Nicholls. Die Schulen sollten sich bei Problemen an die Deutsche Botschaft in London wenden. Dort gebe es Unterstützung bei der Problemlösung. Führungszeugnisse seien nicht nötig.     

 

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