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Stadt Hannover Ein großes Fest zum 70. Geburtstag
Aus der Region Stadt Hannover Ein großes Fest zum 70. Geburtstag
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00:15 22.08.2017
Von Saskia Döhner
Besonders gefragt: Die Münchner Halle gehört zu den beliebtesten Stationen auf der Messe-Rundtour beim Tag der offenen Tür. Quelle: Villegas
Hannover

Mit einem großen und bunten Tag der offenen Tür hat die Deutsche Messe in Hannover am Sonnabend ihren 70. Geburtstag gefeiert. „Hannover hat das größte und schönste Messegelände der Welt“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. „Viele ausländische Gäste halten es für einen Freizeitpark.“ An diesem Tag ist dieser Eindruck nicht ganz falsch. Denn ob Seifenblasen, Hüpfburg oder die Fahrstuhlfahrt hinauf zum Hermes-Turm – für die Tausenden Besucher, klein wie groß, gibt es jede Menge Attraktionen und viele Informationen zur Messe und ihrer Geschichte obendrein. „Für einen Messemanager ist das ein toller Tag“, sagt Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Messe AG, und spricht damit sicher vielen Besuchern aus der Seele.

OB Schostok sagt, er sei stolz auf Leitmessen in Hannover, und jeder Besuch auf dem Gelände erinnere ihn an die Zeit der Weltausstellung im Jahr 2000. Damals kamen rund 18 Millionen Gäste zur Expo nach Hannover. Schostok hatte seinen Amtskollegen aus dem englischen Bristol, Marvin Rees, gleich mitgebracht. Auch Hannover und Bristol verbindet seit 70 Jahre eine Städtepartnerschaft. Es gehe um viel mehr als um eine gemeinsame Vergangenheit, sagte Rees. Es gehe um die Verbindung, die Menschen untereinander geknüpft hätten.

"Wir waren immer hier": Peter Gauweiler aus Oberricklingen wird in diesem Jahr auch 70. Quelle: Villegas

Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) sagte zur Eröffnung, auch in Zeiten der Digitalisierung sei es wichtig, dass sich Menschen unmittelbar begegneten und miteinander kommunizierten wie bei einer Messe. Auch Hannovers Bürger hätten eine ganz besondere Beziehung zur Messe. „Dies ist unser Tor zur Welt.“

In der Münchner Halle übt Björn Korte (35) aus der Südstadt das Maßkrügeheben – mit Wasser statt Bier. Quelle: Villegas

Egal ob sie selbst bei der Messe gearbeitet haben, auch als studentische Aushilfskraft, Messegäste beherbergt haben oder selbst regelmäßig Besucher waren, viele Hannoveraner haben ihre ganz persönliche Beziehung zur Messe. Peter Gauweiler aus Oberricklingen wird in diesem Jahr auch 70. „Wir waren immer hier.“ Er bei der Industriemesse, der Cebit und der Ligna, seine Frau Erika (71) gern auch bei der Infa.

Auf einer Rundtour mit dem Bus kann man besondere Stationen wie die Gärtnerei, die Tischlerei oder die Schildermalerei näher kennenlernen. In der Münchner Halle, in der zu Messezeiten sonst bis zu 3200 Gäste auf den Tischen tanzen, übt Björn Korte (35) aus der Südstadt das Maßkrügeheben. „Ganz schön schwer“, sagt er, dabei ist in den Gläsern nicht ein Liter Bier, sondern jeweils nur ein halber Liter Wasser.

Beim Tag der offene Tür präsentieren sich auch die Hermes Kids: Seit zehn Jahren es die Betriebskrippe, die von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird. Auch Louise Stevenson-Weecks (28), die bei der Messe arbeitet, lässt ihren Sohn Mattes (2) dort betreuen. Eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist sie für unerlässlich.     

Louise Stevenson-Weecks (28), die bei der Messe arbeitet, lässt ihren Sohn Mattes (2) in der Betriebskrippe betreuen. Quelle: Villegas

Mehrere Hundert Besucher des Maschseefestes haben am Sonnabendnachmittag beim Entenrennen des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellenregisters mitgefiebert. Bei den Big Ducks der Firmen siegte die Ente der Werbeagentur Creativteam Communications, beim Haifischrennen der Bürgermeister Neustadts.

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