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Stadt Hannover Hannover überprüft seine Sicherheitskonzepte
Aus der Region Stadt Hannover Hannover überprüft seine Sicherheitskonzepte
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00:15 24.12.2016
Von Andreas Schinkel
Die Polizei steht nach dem Anschlag in Berlin mit einem Maschinengewehr vor dem Hauptbahnhof in Hannover. Quelle: Dröse
Hannover

„Wir warten die Ermittlungsergebnisse in Berlin ab und ziehen daraus Schlüsse“, sagt Hans Nolte, der als Chef der Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG) das Maschseefest organisiert. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) betont, dass Großveranstaltungen ständig auf ihre Sicherheitskonzepte überprüft würden. Klar dürfte sein: Der Anschlag von Berlin wird bei den Vorbereitungen für Großveranstaltungen eine wichtige Rolle spielen.

Bereits in diesem Jahr hatte die HVG Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass ein Attentäter mit einem Lastwagen auf das Festgelände fährt. „Sollten sich nach den Geschehnissen in Berlin dennoch Lücken im Sicherheitssystem ergeben, werden wir diese schließen“, sagt Nolte. Am Ende stelle sich die Frage, ob der Sicherheitsaufwand noch tragbar sei. „Wie viel Fest können wir uns leisten?“, fragt sich der HVG-Chef.

Das Maschseefest mit Besucherzahlen weit jenseits der Millionengrenze gehört zu den größten Volksfesten in Norddeutschland. Kurz bevor das Maschseefest in diesem Sommer startete, wurde in Nizza ein ähnlicher Anschlag verübt wie jetzt auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. Ein schwerer Lastwagen raste in eine Menschenmenge, mehr als 80 Personen starben. Danach machte man sich in Hannover Gedanken, wie das Seefest vor solchen Attentaten geschützt werden kann.

Es gab im Bereich des Maschseefests nur zwei Zufahrtsmöglichkeiten für einen Lkw, alle anderen Flächen waren verbaut. Beide Zugangswege wurden mit Pollern gesichert. Hätte ein Lastwagen die Poller umgefahren, wäre er vermutlich nicht weit gekommen. Der Boden des Nordufers war mit Schwerlastplatten ausgelegt, unter denen Kabel verlegt waren. Ein Lastwagen wäre durch die Platten gebrochen und zum Stehen gekommen. „Ein Anschlagsszenario mit einem Lkw hätte bei uns keine verheerende Wirkung entfalten können“, sagt Nolte.

Das aktuelle Attentat in Berlin bringt Hannovers Festveranstalter ins Grübeln. „Die Leichtigkeit, ein großes Fest zu organisieren, ist dahin“, sagt Nolte. Eine hundertprozentige Sicherheit sei nicht zu erreichen. Sollte sich der Gesetzgeber entschließen, die Auflagen höherzuschrauben, sei irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht. „Ausgaben für Sicherheit müssen refinanziert werden“, sagt Nolte. Das bedeutet, dass Standbetreiber mehr Geld bezahlen und die höheren Kosten an Besucher weitergeben.

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