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Stadt Hannover Regiobus macht mit Leihbussen weiter
Aus der Region Stadt Hannover Regiobus macht mit Leihbussen weiter
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00:17 31.12.2014
Von Bernd Haase
Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

„Wir bekommen Fahrzeuge von Subunternehmern. Außerdem stehen uns neun Busse zur Verfügung, die wir eigentlich verkaufen und durch Neuanschaffungen ersetzen wollen“, sagt Sprecher Tolga Otkun. Regiobus wickelt beinahe den gesamten Busverkehr im hannoverschen Umland ab. Die nächsten Tage gelten dabei auch als Testlauf für die Zeit ab 6. Januar. Dann enden in Niedersachsen die Weihnachtsferien, was sich auf das Verkehrsaufkommen bei der Regiobus auswirkt - knapp 60 Prozent entfallen auf den Schülerverkehr. „Nach derzeitigem Stand haben wir auch dafür genug Kapazitäten“, sagt Otkun.

Bei dem Feuer in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag waren in Eldagsen die Busabstellhalle, die Lackierhalle und die Waschhalle in Flammen aufgegangen. Ein Anwohner hatte gegen 2.30 Uhr einen lauten Knall gehört. Als er aus dem Fenster sah, brannte die 35 Jahre alte Busabstellhalle bereits lichterloh. 360 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz und mussten unter anderem verhindern, dass das Feuer auf Lagerräume mit Heizöl sowie auf die Tankstelle auf dem Gelände übergriff. Am Sonnabend waren tagsüber erneut Einsatzkräfte damit beschäftigt, kleinere Glutnester zu löschen.

Bei dem Großfeuer wurden neben den Immobilien 20 Linien- und drei Reisebusse zerstört. Die Schadenssumme steht noch nicht fest; bisherigen Schätzungen zufolge liegt sie im unteren zweistelligen Millionenbereich. Nach Angaben von Otkun ist das Verkehrsunternehmen sowohl für die Gebäude als auch für die Fahrzeuge versichert. Über die Brandursache gibt es ebenfalls noch keine Erkenntnisse, Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen. Experten der Polizei werden am heutigen Montag die Ermittlungen aufnehmen. Unterstützung erhalten sie dabei wegen der Größe der vom Brand betroffenen Fläche vom Landeskriminalamt.

„Wir sind froh und erleichtert darüber, dass bei dem Feuer keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, erklärt Geschäftsführer Hans-Georg Martensen, der ebenso wie zahlreiche Mitarbeiter der Regiobus seinen Weihnachtsurlaub abgebrochen hat. Am Sonnabend hatten sich Geschäftsführung, Betriebs-, Werkstatt- und Fahrdienstleitung zu einer Krisensitzung getroffen.

Üstra stellt Betriebshof in Döhren zur Verfügung

Eines der Probleme ist, dass der Betriebshof in Eldagsen, der mit 64 stationierten Linien- und fünf Reisebussen der größte von insgesamt fünf in der Region ist, auf unbestimmte Zeit nicht genutzt werden kann. Abhilfe kommt von der Üstra, die ebenso wie die Regiobus ein Tochterunternehmen der Region Hannover ist. Sie stellt ihren Betriebshof in Döhren zur Verfügung, sodass von dort aus der Busverkehr im Süden des hannoverschen Umlandes organisiert wird. Außerdem hilft die Üstra ebenso wie die Sub- und Partnerunternehmen Leo Lautenbach, Dau Bus und Reisedienst Rinder mit Fahrzeugen. „Die kommende Woche dient vor allem dazu, die neuen Abläufe einzuspielen“, erläutert Otkun. Zu hoffen sei, dass in der nächsten Zeit keine größeren Störungen bei der S-Bahn auftreten. Wenn dort Busersatzverkehr eingerichtet werden muss, stellt die Regiobus einen Teil der Fahrzeuge.

Unter den drei zerstörten Reisebussen befindet sich ein Doppeldecker, den die Mannschaft des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf benutzt, wenn sie zu Auswärtsspielen fährt. Akuter Handlungsbedarf besteht nicht. Wegen der anstehenden Handball-Weltmeisterschaft hat die Bundesliga derzeit Spielpause; erst Mitte Februar steht die nächste Reise an.

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