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Chaos am Hauptbahnhof: Reisende sitzen fest

Nach Sturm "Xavier" Chaos am Hauptbahnhof: Reisende sitzen fest

Auch am Tag nach Sturm "Xavier" herrscht im Bahnverkehr Chaos. Im Hauptbahnhof Hannover sitzen Hunderte Reisende fest, viele von ihnen haben nachts in Hotelzügen übernachtet. Sie warten darauf, dass die Deutsche Bahn neue Informationen hat.

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Hunderte Menschen sitzen noch immer am Hauptbahnhof Hannover fest. Durch den Sturm "Xavier" fallen weiterhin zahlreiche Zugverbindungen aus.

Quelle: Schaarschmidt

Im Hauptbahnhof Hannover reichen die beiden Schlangen zum Infoschalter in der Haupthalle bis zum Gleis 9. "Ich bin seit gestern Morgen unterwegs", berichtet Josephine Mathanga. Sie war in München gestartet, strandete am Abend in Kassel und heute nahm sie den ersten Zug nach Hannover. "Eigentlich will ich nach Hamburg", sagt die 38-Jährige genervt und etwas frustriert. Andere Reisende wie beispielsweise Klaus Riebeling hatte sich auf die Infos der Bahn im Internet verlassen. "Es hieß gestern Nacht noch, die Bahnen nach Hamburg würden wieder fahren." Jetzt sitzt er mit seiner Frau seit Freitagmorgen in Hannover fest. "Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir gleich das Auto genommen."

Der Bahnverkehr in Hannover wird seit der vergangenen Nacht langsam wieder aufgenommen, viele Verbindungen fallen aber nach wie vor aus. Die Strecken nach Hamburg und Berlin sind zum Beispiel weiterhin gesperrt. Viele Reisende verbrachten die Nacht in sogenannten Hotelzügen, bis zu vier Stück hatte die Bahn auf den Gleisen bereitgestellt. Es waren IC- beziehungsweise ICE-Züge, in denen die Gestrandeten Platz nehmen konnten. "An Schlaf war nicht zu denken", sagt Andre Runge gegen 6.45 Uhr. Er sitzt seit Donnerstagabend in Hannover fest, er wollte nach dem Feierabend nach Uelzen fahren.

Wie lange die Bahn noch unter den Folgen von "Xavier" zu leiden hat, ist offen. Das Unternehmen hat aber bereits mitgeteilt, dass einige Strecken bis mindestens Sonnabend gesperrt bleiben. Der Zugverkehr war am Donnerstagnachmittag in ganz Norddeutschland eingestellt worden, weil zahlreiche Bäume und Äste auf die Gleise gestürzt waren. Von den Sperrungen waren auch die Bahnunternehmen Metronom, Enno und Erixx betroffen.

pah

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