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Stadt Hannover Kein Platz zum Halten für Lieferwagen am Steintor
Aus der Region Stadt Hannover Kein Platz zum Halten für Lieferwagen am Steintor
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00:15 22.01.2017
Von Conrad von Meding
„Sie können sich ja vorstellen, was das für Probleme geben wird“: Geschäftsmann Yasar Ince. Foto: von Ditfurth Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Wo sollen denn künftig die Lieferfahrzeuge halten?“ Innenstadt-Geschäftsmann Yasar Ince ist entsetzt. Dienstagabend wurde vorgestellt, wie der Bereich Steintor/Goethestraße nach dem Stadtbahnumbau aussehen soll. Was Ince und andere Anlieger umtreibt, ist, dass im Nordbereich zwar viele Fahrradständer auf dem verbreiterten Gehweg vorgesehen sind, Pkw-Fahrer aber keine Möglichkeit zum Halten mehr haben sollen. Auch Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft ist in großer Sorge: „Da ist großes Konfliktpotenzial.“

Die mit dem Stadtbahnbau betraute Regionstochter Infra hat den Anliegern von Goethestraße und Steintor vorgestellt, wie es mit der Großbaustelle weitergeht, die ab Himmelfahrt (25. Mai) für 16 Wochen den gesamten Verkehr an dem Knotenpunkt lahmlegen wird. Insgesamt gab es wenig Kritik - aber die Haltesituation zwischen Langer Laube und Lützowstraße macht vielen Sorge. Bisher wirkt der Abschnitt aus Sicht der Stadt unsortiert. Sie will ihn aufwerten, indem sie breite Fußwegboulevards einplant und das wilde Parken eindämmt. Der Preis: Niemand kann dort mehr mit Kraftfahrzeugen anhalten außer auf dem Radfahrstreifen, der auf der Straße vorgesehen ist. Das ist für drei Minuten erlaubt - „aber Sie können sich ja vorstellen, was das für Probleme geben wird“, sagt Geschäftsmann Ince, der das Efendi-Bey in der Münzstraße betreibt. „Ich bekomme täglich von zwei Lieferfahrzeugen Material, den anderen Geschäften geht es genauso. Dazu halten ständig Transportdienste von DHL, Hermes, UPS und anderen. Sollen die ihre Fahrzeuge jetzt immer auf dem Radfahrer-Schutzstreifen abstellen?“

Was ihn besonders ärgert: „Ich habe das Problem bereits in einer frühen Planungsphase in einer Versammlung angesprochen. Danach bekam ich schriftlich, dass das weitergegeben wird - aber offenkundig ist nichts draus geworden.“ Stattdessen hat die Stadt jetzt großzügig Fahrradabstellbügel auf dem breiten Gehweg eingeplant, und auch die Laternenmasten sind so positioniert, dass dazwischen kein Lieferwagen mehr passt.

Infra-Chef Harcke, der die Planung den etwa 50 Anliegern vorstellte, konnte erneut nur an die Stadt verweisen: „Für diesen Teil sind wir nicht zuständig.“ Allerdings sei die gesamte Planung rechtskräftig abgeschlossen: „Da ändert sich höchstens noch die Farbe des Pflasterbelags, würde ich sagen.“ Stadtsprecher Alexis Demos verwies Mittwoch darauf, dass die politischen Gremien die Beschlüsse gefällt hätten. Immerhin sagt er: „Was die Nachfragen zur Anlieferung betrifft, so wird die Stadt prüfen, inwieweit diese gewährleistet werden kann.“

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