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Stadt Hannover Nach Unfall: Betrunkene behindern Ersthelfer am ZOB
Aus der Region Stadt Hannover Nach Unfall: Betrunkene behindern Ersthelfer am ZOB
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19:53 10.06.2018
Nach diesem Unfall am Zentralen Omnibusbahnhof wurden Ersthelfer von Betrunkenen am Einsatz gehindert. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Ein schwerer Verkehrsunfall am Sonntagnachmittag am Zentralen Omnibusbahnhof hat einen massiven Polizeieinsatz nach sich gezogen. Trinker vom Raschplatz hatten Mitarbeiter des Üstra-Sicherheitsdienstes Protec bei ihrem Einsatz gestört. Erst mit mehreren Streifenwagenbesatzungen konnte die Situation entschärft werden.

Am ZOB war gegen 15.15 Uhr ein Mazda mit einer Suzuki eines 25-Jährigen kollidiert. Als Protec-Mitarbeiter dem verletzt auf den Üstra-Gleisen liegenden Motorradfahrer zu Hilfe kommen wollten, wurden sie nach Angaben der Polizei von betrunkenen Obdachlosen, die sich regelmäßig in diesem Bereich treffen, davon abgehalten. „Sie haben sich eingemischt, sind in der Unfallstelle herumgelaufen, die Situation war sehr unübersichtlich“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Einsatzkräfte berichten immer häufiger von Übergriffen durch Gaffer, das Problem war auch Thema beim HAZ-Forum auf der Blaulichtmeile am Sonnabend.

Bei dem ZOB-Unfall hatten Zeugen die Polizei alarmiert. Die Einsatzkräfte rückten wegen der unübersichtlichen Lage mit mehreren Streifenwagen an. Der Motorradfahrer war auf der Lister Meile in Richtung Kurt-Schumacher-Straße unterwegs. Der Mazda eines 48-Jährigen parkte am Rand der Lister Meile in gleicher Fahrtrichtung. Nach Angaben der Polizei fuhr der Autofahrer vom Fahrbahnrand los, ohne dabei auf den Verkehr zu achten. Er übersah den Motorradfahrer und erfasste ihn. Der 25-Jährige wurde nur leicht verletzt.

Wegen des Polizeieinsatzes fuhren die Üstra-Bahnen der Linie 10 bis rund zwei Stunden durch den Tunnel. Die Bahnen der Linie 17 fuhren in dieser Zeit nur bis zur Haltestelle Glocksee. Betroffen waren auch die Buslinien 121, 128 und 134.

Bei der Aggression der Raschplatz-Trinker blieb es bei offenbar verbalen Übergriffen. Von den Potec-Mitarbeitern wurde keiner verletzt, sie konnten anschließend ihre Streifentätigkeit wieder aufnehmen. Im Dezember hatte Protec alle 80 Mitarbeiter der sogenannten U-Bahnwache mit Schutzwesten ausstatten lassen, das Projekt kostete 45 000 Euro. Die Zahl der Übergriffe auf den Sicherheitsdienst war seit 2014 um 50 Prozent auf 10 000 Vorfälle pro Jahr gestiegen. Einige der Angriffe erfolgten mit abgebrochenen Glasflaschen, mit Spritzen und Messern. Es gebe eine allgemeine gesellschaftliche Verrohung, die sich auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Mitarbeiter auswirke, hatte Protec-Geschäftsführer Mathias Lindscheid bei der Einführung der neuen Westen erklärt.

Die Polizei sucht nach dem Unfall dringend Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben. Hinweise nimmt der Verkehrsunfalldienst unter der Nummer (0511) 1 09 18 88 entgegen.

Von Tobias Morchner

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