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Stadt Hannover Nachruf auf Martin Schmorl
Aus der Region Stadt Hannover Nachruf auf Martin Schmorl
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18:48 21.05.2017
Blick ins Fotoalbum: Martin Schmorl mit Entertainer Rudi Carrell im Jahr 1979.  Quelle: Archiv
Hannover

Martin Schmorl war eine der prägenden Persönlichkeiten im Buchhandel, auch über die Landesgrenzen Niedersachsens hinaus, und hatte viele bedeutende Schriftsteller zu Gast. Wer ihn an seinem Arbeitsplatz besuchte, dem gewährte der Buchhändler gern einen Blick in sein Fotoalbum, das sich als „Who´s Who“ der zeitgenössischen Literaturszene erwies. Wie seine Familie jetzt bekannt gab, ist Martin Schmorl vor vier Wochen im Alter von 80 Jahren gestorben.

Als ein „Vollblutbuchhändler alten Schlages“ hat Dietrich zu Klampen, Verleger in Springe, Martin Schmorl in Erinnerung: „Er hatte Verständnis für die Sorgen der kleinen, unabhängigen Verlage.“ Was man schon daran sehen konnte, dass er gern zur Buchlust im Künstlerhaus in der Sophienstraße kam, dem alljährlichen Treffen wagemutiger Einzelkämpfer der Buchbranche.

Amazon war noch fern, als man in der Buchhandlung in der Bahnhofstraße (von Ernst Victor Schmorl und Alfred von Seefeld 1852 gegründet) den Ehrgeiz hatte, nahezu jedes lieferbare Buch am Lager zu führen. „Wenn man mal dringend ein Werk brauchte, Schmorl konnte einem aushelfen“, erzählt Klaus Eberitzsch, Buchhändler-Kollege im Ruhestand. Eberitzsch und Schmorl haben sich geduzt. Heute schert sich kaum noch jemand um so eine Formalie; für die beiden war die Geste etwas Besonderes, ein Zeichen der gegenseitigen Achtung. Schmorl besuchte Eberitzsch in seinem Jagdrevier. Es gab lange Spaziergänge, bei denen es nicht nur um einen Gedankenaustausch über die Befindlichkeiten der Branche ging.

Dabei war die Jagd doch eigentlich so gar nicht die Sache des Martin Schmorl. Seine Liebe galt der Eisenbahn - nicht nur in der Literatur. Der Buchhändler reiste liebend gern auf der Schiene und erwarb schließlich sogar einen Führerschein für Dampflokomotiven.

2005 musste Martin Schmorl Insolvenz anmelden. Wie es in der Branche heißt, habe der Versuch, in Göttingen eine Filiale zu etablieren, sein Unternehmen sehr viel Geld gekostet. Als Retter stieg die Münchener Buchhandelskette Hugendubel ein, die zunächst 70 Prozent der Geschäftsanteile übernahm. Im April 2008 zog sich Martin Schmorl dann endgültig aus dem Unternehmen zurück.

Von Hans-Peter Wiechers

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