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Stadt Hannover Fössebad: CDU wirft Ratsmehrheit Zickzack-Kurs vor
Aus der Region Stadt Hannover Fössebad: CDU wirft Ratsmehrheit Zickzack-Kurs vor
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00:19 10.11.2018
Das neue Fössebad soll nun doch ein Außenbecken bekommen. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

 Erst stemmt sich das Mehrheitsbündnis im Rat vehement gegen den Bau eines Freibads, jetzt beantragen SPD, Grüne und FDP Planungsmittel für ein Außenbecken – die CDU sieht darin einen „Zickzack-Kurs“. „Mit einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Kommunalpolitik hat das nichts mehr zu tun“, meint CDU-Sportpolitiker Thomas Klapproth. Auf die Beschlüsse der Ratsmehrheit könne man sich offenbar nicht verlassen. Dennoch sei die späte Einsicht von SPD, Grünen und FDP zu begrüßen. Die CDU werde sich zudem für den Bau einer Tribüne mit 500 Plätzen stark machen. „Nur so kann sich das Fössebad gleichermaßen zu einem beliebten Familien- und Sportbad entwickeln“, sagt Klapproth.

Über die Größe der Tribüne im neuen Fössebad brach im Vorfeld Streit aus. Der Stadtsportbund (SSB) und der Verein Waspo 98 ärgerten sich über die Pläne der Stadt, nur eine Tribüne mit 250 Sitzen vorzusehen. Man brauche mindestens 500 Plätze für internationale Wasserball-Spiele und Schwimmwettkämpfe. SPD und Grüne hielten an der kleineren Tribüne fest.

Die SPD-Ratsfraktion lässt die Kritik der CDU abperlen. „Zunächst geht es nur um Planungskosten. Das heißt nicht automatisch, dass das Freibad auch gebaut wird“, sagt SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Alles hänge am Ende von der Haushaltslage ab. „In einem Bündnis muss man Kompromisse eingehen“, sagt Alter. Ein Außenbecken für das Fössebad einzuplanen, sei ein besonderer Wunsch der Grünen gewesen. „Wir dürfen dabei nicht andere Bäder aus dem Blick verlieren“, mahnt der SPD-Mann. Letztlich müsse genug Geld im Topf bleiben für anstehende Sanierungen, etwa im Stöckener Bad.

Die SPD in Linden-Limmer bleibt weniger gelassen. Die Genossen haben den Wegfall des Freibads stets verteidigt – auch gegen aufgebrachte Bewohner ihres Stadtbezirks. Jetzt sei die Fraktionsführung im Rat vor den Grünen eingeknickt, heißt es aus dem Ortsverein. „Die Rolle rückwärts wird uns in Linden-Limmer keine neuen Wählerstimmen bescheren“, meint ein anderer Genosse verärgert. Klar sei auch, dass bei Planungsmitteln von 90.000 Euro das Freibad am Ende auch gebaut werde.

Von Andreas Schinkel

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