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Stadt Hannover Neue Pläne für Klagesmarkt-Bebauung
Aus der Region Stadt Hannover Neue Pläne für Klagesmarkt-Bebauung
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00:16 23.06.2018
Soll abgerissen werden: Das Restaurant Kirin am Klagesmarkt. Dort soll die Wohnbebauung erweitert werden. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Seit 2017 sind die Neubauten auf dem östlichen Teil des Klagesmarkts bezogen – jetzt soll es im mittleren Platzteil weitergehen. Die hannoverschen Projektentwickler Schramm & Schoen haben der Stadt das Grundstück abgekauft, auf dem mit langjährigem Pachtvertrag das Restaurant Kirin (ehemals Café Alex) steht. Das Gebäude selbst haben sie vom skandinavischen Eigentümer erworben und wollen es abreißen. Sobald die Stadt den Bebauungsplan geändert hat, soll auf dem 3500 Quadratmeter großen Grundstück die Wohnbebauung fortgesetzt werden.

Geplant ist, die Grundidee aus dem ersten Abschnitt der Klagesmarktbebauung fortzusetzen: In den Erdgeschoss-Räumen sollen Läden und Büros möglich sein, in den Geschossen darüber Wohnen, wobei die Stadt den Bauherrn verpflichtet hat, 25 Prozent geförderten Wohnraum zu errichten. Im Bezirksrat Mitte war das Thema am Montagabend umstritten. SPD und Grüne fragten, was die Zusage wert sei, wenn die von Schramm & Schoen für das Projekt gegründete Tochtergesellschaft zwischenzeitlich verkauft werden sollte. Ein Beschluss wurde daher vertagt.

Pachtvertrag für das Kirin läuft noch über Jahrzehnte

Kritischer ist nach HAZ-Informationen allerdings ein anderer Punkt. Das hannoversche Unternehmen hat sich zwar das Grundstück und das Gebäude gesichert – noch aber läuft der Pachtvertrag für das Kirin, und zwar über Jahrzehnte. Betreiber Xiaoshang Wu sagt: “Ich habe bisher nur Gerüchte gehört, aber offiziell weiß ich noch nichts davon, dass ich weichen soll.“

Die Stadt hat das Grundstück für rund 1,8 Millionen Euro verkauft und dabei die Projektentwickler Heiko Schramm und Till Rathmann verpflichtet, einen Architektenwettbewerb mit mindestens zwölf Büros zu organisieren und Passivhausbauweise einzuhalten. Auch muss eine Tiefgarage für die erforderlichen Stellplätze errichtet werden.

Die Pläne für die Bebauung des Platzes stammen aus dem Jahr 2008. Zunächst wurde aber nur der innenstadtnahe Teil bebaut mit der Zentrale des Wohnungsunternehmens Hanova, 100 Wohnungen, einer Kita, Büros und Läden. Die Gesamtgestaltung, bei der auf eine Kleinteiligkeit der Fassaden geachtet wurde, stammt vom Kölner Büro Astoc. Es hat dafür jüngst einen Planerpreis für urbane Stadtentwicklung erhalten. Jetzt soll die Bebauung fortgesetzt werden. Der Platzbereich zur Christuskirche allerdings soll nicht bebaut werden, hatte Stadtbaurat Uwe Bodemann jüngst betont.

Von Conrad von Meding

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