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Stadt Hannover Wie Firmenberater heute arbeiten
Aus der Region Stadt Hannover Wie Firmenberater heute arbeiten
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06:30 24.08.2017
Von Conrad von Meding
Auf drei Etagen gibt es Dschungelbüros: Wenn die Pflanzen ausgewachsen sind, sollen die Mitarbeiter komplett im Grünen sitzen. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Eher sieht es aus wie bei Internet-Startups. Krökeltische stehen auf allen Etagen, Kaffee gibt es überall auf Knopfdruck, bunte Hocker laden zu Teamkonferenzen ein, Wände und Tische lassen sich mit Filzstiften beschreiben. Wer Glück hat, kann sich einen Schreibtisch in den „Dschungelbereichen“ zwischen Grünpflanzen sichern. „Unser Job ist es, für unsere Kunden kreative Lösungen zu erarbeiten – dafür ist ein Umfeld ideal, das Teamwork und Kreativität fördert“, sagt der hannoversche Regionalvorstand Sven-Olaf Leitz. Letztlich gehe es auch darum, der Konkurrenz mit ungewöhnlichen Arbeitsbedingungen die besten Köpfe wegzuschnappen.

Keine eigenen Büros mehr

Sieben Jahre lang war die KPMG Mieter an der Osterstraße über den alten Spielbanketagen. Zuletzt habe man immer dringender einen neuen Standort gesucht, sagt Leitz: In vier Jahren ist die hannoversche Niederlassung um 100 auf 270 Mitarbeiter gewachsen. Am Cityring in Aegi-Nähe gibt es jetzt auf fünf Etagen mehr Platz auch für neue Bürokonzepte. Und man befindet sich in bester Gesellschaft: Direkt am Aegi hat sich auch Deloitte im neungeschossigen Neubau niedergelassen, wenige Meter entfernt sitzt Ernest & Young, nur PWC bleibt seinem Standort in Kleefeld treu.

Nach Feierabend lässt sich das hauseigene Fitnessstudio nutzen, auf jeder Etage laden als Lounges gestylte Bibliotheken zu Pausengesprächen ein. Die vielleicht radikalste Veränderung: Niemand hat mehr einen eigenen Schreibtisch, auch der Chef nicht. In Hannover hatte schon die Finanzinformatik (damals: FinanzIT) am Kronsberg solche Konzepte probiert, hat sie inzwischen aber abgeschwächt. Auch die Bahn will in ihrem Neubau am Raschplatz, dass Mitarbeiter sich morgens flexibel den jeweiligen Arbeitsplatz suchen. Die KPMG will dieses Konzept in Hannover als bundesweit erstem Unternehmensstandort konsequent umsetzen – so soll auch Teambildung verbessert werden.

Abschied von Statussymbolen

Die Raum- und Platzbuchungen erfolgen über eine Softwarelösung, an jedem Konferenz- und Teamraum hängt statt Namensschildern ein Tabletcomputer, der anzeigt, wer gerade zur Nutzung des Raums angemeldet ist. „Es geht auch darum, die klassischen Abteilungsstrukturen aufzulösen und das Arbeitsumfeld flexibler zu gestalten“, sagt Regionalvorstand Leitz. Letztlich gebe man damit Statussymbole auf: Die Hierarchie mache sich nicht daran fest, wer das schickste Eckbüro oder den größten Schreibtisch hat, sondern daran, wer im Team die besten Lösungen findet. Wenn der Chef Personalgespräche führen muss oder anderes Vertrauliches, bucht er einen Besprechungsraum.

Für den Neubau, den die VGH-Versicherungen errichtet haben und vermieten, ist das ehemalige Bankhaus Casper abgerissen worden, es stand nicht unter Denkmalschutz. Gestern Abend feierte man den neuen Standort mit zahlreichen Gästen, darunter Landes-Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD), CDU-Spitzenkandidat Bernd Alt­husmann, Oberbürgermeister Stefan Schostok und der Frankfurter KPMG-Chef Klaus Becker.

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