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Stadt Hannover Polizei will Messerattacken statistisch erfassen
Aus der Region Stadt Hannover Polizei will Messerattacken statistisch erfassen
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16:09 27.03.2018
Der Tatort in Burgwedel. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

 Niedersachsens Polizei will die Zahl der Messerangriffe künftig statistisch erfassen. Das berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf eine Sprecherin des Innenministeriums. Vor dem Hintergrund der Bedeutung entsprechender Angriffe werde ein Verfahren entwickelt und etabliert, das im Rahmen der technischen Möglichkeiten eine differenziertere Fallzahlenerhebung und belastbarere Aussagen ermöglichen soll, sagte sie.  Derzeit ist die Zahl der Gewalttaten, bei der ein Messer oder eine andere Stichwaffe benutzt wurde, unklar, da dies in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht gesondert erfasst wird.

Nach dem am Wochenende in Burgwedel eine 24-Jährige mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden war, waren erneut Forderungen nach einer zentralen Statisik laut geworden – unter anderem von der Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Wir sehen in Messerattacken einen neuen gefährlichen Trend, da sich in Sekundenbruchteilen lebensgefährliche Situationen entwickeln können“, sagt der GdP-Landesvorsitzende Dietmar SchilffBislang können die Beamten nicht systematisch nach Messerattacken in ihrem Computersystem suchen. 

Das Landeskriminalamt nennt für das vergangene Jahr etwa 1922 Gewaltdelikte mit Messern. Demnach stiegen die Gewalttaten in Verbindung mit Messerangriffen landesweit von 2014 bis 2016 um jährlich etwa 14 Prozent, aber fielen danach wieder leicht. „Um entsprechend reagieren zu können, müssen wir konkret wissen, wo sie passieren und wer sie verübt“, sagt Schilff.

Der Gesundheitszustand der 24-Jährigen ist unterdessen unverändert kritisch. Die junge Frau liege weiterhin im künstlichen Koma, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, am Dienstag. Neue Details über die Hintergründe der Attacke konnte er nicht nennen.

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Von frs/dpa.

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