Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover US-Fotografin berichtet beim Lumix über ihre Arbeit
Aus der Region Stadt Hannover US-Fotografin berichtet beim Lumix über ihre Arbeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 26.06.2018
Nina Berman Quelle: Lumix-Festival
Hannover

Es sollte eigentlich nur eine Reise nach London werden. Als die Fotografin Nina Berman vor fast 30 Jahren die junge cracksüchtige Kim traf, wusste sie noch nicht, dass diese Beziehung eine lebenslange sein würde. Kim besuchte Berman in New York, etwas später kam sie wieder und blieb. „Natürlich habe ich mich verantwortlich gefühlt“, sagt Berman, die auf dem Lumix-Festival über ihre Arbeit berichtet.

Die Dokumentarfotografin stieß bei ihrem Gast auf immer mehr grausame Abgründe, von Kinderpornografie bis zu massiver sexueller Gewalt. Aus dem Fotoprojekt wurde eine Freundschaft und später gar ein gemeinsames Buch. Die akribische Art und Weise dieses Langzeitberichts definierte nicht nur das fotodokumentarische Erzählen neu – die Erfahrung gibt bis heute auch Ärzten und Psychologen wichtige Informationen.

Berman, die 1960 in New York geboren ist, hat aber noch einen anderen Fokus. Sie dokumentiert immer wieder die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in ihrer Heimat, Gewalt, ob physisch oder psychisch, spielt dabei eine zentrale Rolle. Seit dem Attentat am 11. November 2001 in ihrer Heimatstadt untersucht sie die Militarisierung der amerikanischen Bevölkerung, die im Trump-Amerika noch einmal neue Fahrt aufnimmt. Der umstrittene Präsident, den sie schon im Wahlkampf begleitet hat, sei „in vielen Dingen dumm, in anderen Dingen wiederum schlau. Das macht ihn gefährlich“. Berman, die auch als Lehrende in den USA arbeitet, spricht emotional über dieses Thema, trommelt währenddessen mit den Fingern auf den Tisch und seufzt immer wieder. Es fasst sie sichtbar an. Es sei ein Trugschluss, dass nur weiße, arme Männer Trump zuliefen, sie tun es auch wegen seiner klaren Haltung zum amerikanischen Waffenrecht.

Mittlerweile beobachte sie eine neue, junge, durchaus intelligente Schicht von jungen Männern, die sich aus freien Stücken teils schwer bewaffneten. „Sie wollen sich nicht verteidigen, sie wollen Krieger sein.“ Das Thema grabe sich, auch unterstützt durch geschickte Manöver der amerikanischen Waffenlobby, immer tiefer in das amerikanische Bewusstsein, „wie ein gottgegebenes Recht“. Man müsse nur ins Kino gehen und sich die 20 Minuten Vorfilme vor dem Hauptfilm ansehen, „dann wissen Sie, warum es ist, wie es ist.“

Von Uwe Janssen

Im vergangenen Oktober erklärte der OB öffentlich, Vorwürfe zu Unregelmäßigkeiten bei der Bezahlung seines Büroleiters entbehrten „jeder Grundlage“. Am Donnerstag räumte er ein, schon zwei Monate zuvor von „rechtlichen Bedenken“ gewusst zu haben.

23.06.2018

Süffig und malzig, so schmeckt das Hanöversch Fest-Bier für das Schützenfest 2018. Phillipp und Hannes Aulich vom Brauhaus Ernst August haben 8000 Liter gebraut. Das erste Fass wurde am Freitag von Bürgermeister Thomas Hermann angestochen.

25.06.2018

Seit einer Woche läuft die WM in Russland. Doch die große Begeisterung scheint in Hannover zu fehlen. Erklärungsversuche.

25.06.2018