Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Pavillon will Ausgleich für verschattete Solaranlage
Aus der Region Stadt Hannover Pavillon will Ausgleich für verschattete Solaranlage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 02.01.2017
Von Andreas Schinkel
Licht aus: Das geplante 15-stöckige Hotel auf dem Andreas-Hermes-Platz würde die markante Solaranlage des Pavillons zeitweise verschatten. Quelle: Alexander Körner
Hannover

Ein geplanter Hotelbau, ein politisch gewünschter Ideenwettbewerb - das Areal hinter der Raschplatz-Hochstraße wird sein Gesicht verändern, und das Veranstaltungszentrum Pavillon als wichtigster Anrainer will ein Wörtchen mitreden. Grundsätzlich haben die Pavillon-Macher keine Einwände gegen neue Ideen für den Andreas-Hermes-Platz, und auch ein Hochhaus in ihrer Nachbarschaft nehmen sie hin, mit einer Einschränkung. „Wir wollen einen Ausgleich für unsere verschattete Solaranlage“, sagt Pavillon-Geschäftsführer Christoph Sure.

Tatsächlich würde das geplante 15-stöckige Hotel einen Schatten auf die Solaranlage des Pavillons werfen, aber nur im Dezember und Januar. Eine Pauschale von 20.000 Euro fordern die Pavillon-Betreiber jetzt vom Investor, der Bauwo. „Oder der Investor montiert zum Ausgleich ein Solarmodul auf dem Hoteldach“, sagt Sure.

Schatten auf der Solaranlage

Die Pavillon-Betreiber räumen ein, dass der tatsächliche Verdienstausfall durch den Schattenwurf nicht allzu hoch ausfallen dürfte. Schließlich hält sich die Sonneneinstrahlung in Wintermonaten in Grenzen. „Aber hinter unserer Solaranlage steckt auch ein pädagogisches Konzept“, sagt Sure. Jugendlichen werde regelmäßig die Funktionsweise erklärt. Ein Solardach mitten in der City, das sei auch ein Symbol für erneuerbare Energien. „Die Ausgleichszahlung würden wir in die Bildungsarbeit investieren“, sagt Sure.

Auch für den Erbauer der Anlage, die Firma Corona Solar, ist das im Jahr 2000 montierte Kraftwerk ein „Vorzeigeprojekt“. „Es ist schon schade, dass man die Anlage von der Hochstraße aus nicht mehr sehen wird, wenn das Hotel steht“, sagt Ulf Hansen-Röbbel, Geschäftsführer von Corona Solar.

Andreas-Hermes-Platz soll sich verändern

Dass aber auf dem Andreas-Hermes-Platz nicht alles so bleiben sollte wie bisher, finden auch die Pavillon-Betreiber. Der weitläufige Brunnen sei verzichtbar, weil er ohnehin häufig verdreckt ist. „Wir brauchen aber freie Flächen für unsere Veranstaltungen“, betont Sure. So beanspruche das Kindertheater-Festival viel Raum, weil ein Streichelzoo und Zelte aufgebaut werden. Daher erteilt er einer Wohnbebauung, wie sie der Ratspolitik vorschwebt, eine Absage.

Die CDU schlägt dem Pavillon vor, den Weißekreuzplatz stärker für Veranstaltungen zu nutzen, etwa Teile des Masala-Festivals dorthin zu verlegen. „Wenn wir die Weißekreuzstraße dazunehmen, können wir uns das gut vorstellen“, sagt Sure. Auch die CDU-Idee, die breite Friesenstraße vor dem Pavillon zu verengen, um dem Weißekreuzplatz mehr Fläche zu geben, hält der Geschäftsführer für sinnvoll. „Wir würden den Weißekreuzplatz schon jetzt stärker nutzen, wenn die Straße nicht so breit wäre.“

Bei einem Ideenwettbewerb für das Areal hinterm Bahnhof will er auch die obere, bisher ungenutzte Etage des Pavillons ins Spiel bringen. „Dort stehen 1000 Quadratmeter leer, mitten in der City“, sagt Sure. Möglicherweise könnte in dem Stockwerk ein Treffpunkt für Musiker eingerichtet werden.

Mit einer Ausweitung der Videoüberwachung sowie Pollern an der Fußgängerzone will die CDU in Hannover die Menschen in der Innenstadt besser vor Angriffen schützen. Bei Großveranstaltungen sollen zusätzlich Betonblöcke aufgestellt werden. Bei SPD und FDP sorgen diese Vorschläge für Kritik.

Andreas Schinkel 30.12.2016

Die Nachrichten aus Hannover und Niedersachsen auf einen Blick: Mit „HAZ live“ lesen Sie ab 6 Uhr alles Wichtige im Newsticker. Heute: Die Hannover Indians spielen gegen die Crocodiles Hamburg, in den Museen ist freier Eintritt, im NDR-Sendesaal gibt es ein Beethoven-Neujahrsgala.

30.12.2016

Das niedersächsische Verbraucherschutzministerium plant, die Bewertungen von Lebensmittelkontrolleuren öffentlich zu machen. Hannover soll einer von drei Teststandorten werden. Der Gaststättenverband Dehoga kritisiert das Verfahren.

Juliane Kaune 29.12.2016