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Stadt Hannover "Pelz-Polizei" in Hannover: So diskutieren die HAZ-Leser
Aus der Region Stadt Hannover "Pelz-Polizei" in Hannover: So diskutieren die HAZ-Leser
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17:01 19.01.2017
Die "Pelz-Polizei" auf Streife in Hannover. Quelle: Villegas

Moralischer Druck

Durch Deutschlands Großstädte zieht jetzt eine Pelz-Polizei und spielt sich auf als Rächer der Behaarten. Mit der Parole: „Der Mensch hat die staatliche Polizei als Freund und Helfer, die Tiere haben uns als Pelz-Polizei“, erklärt sie sich zu Verteidigern von selbst erdachten Tierrechten, zur Exekutive per Selbstermächtigung, und will Bürger öffentlich unter moralischen Druck setzen.
Was kommt als Nächstes? Eine Feiertags-Polizei, die uns am verkaufsoffenen Sonntag auf das dritte Gebot hinweist? Eine Vegetarier-Polizei vor den Steakhäusern, eine Nichtraucher-Polizei vor den Tabakläden, eine CO²-Polizei vorm Parkhaus? Wird sich die „echte‘‘ Polizei bald in Polizei-Polizei umbenennen, um noch identifizierbar zu bleiben?

Raimund Poppinga, Hannover, Leserbrief

Nicht verboten

Kommt als Nächstes die „Food-Polizei“? Werden dann Brat- und Currywürstchen oder Fischbrötchen angeprangert? Wenn sich jemand mit einem Schild hinstellt und auf die Situation der Tiere hinweist – okay. Aber ich möchte auf keinen Fall angesprochen werden auf eine Sache, die nicht verboten ist.

Alice Winkelmann, Laatzen, Leserbrief

Quelle: Facebook/Screenshot/@HAZ

Verstand einschalten

Ich komme nicht aus der Bekleidungsindustrie, doch ich kann aus einer Entfernung von zehn Metern erkennen, ob es sich um Echtpelz oder Fake handelt. Die Leute, die man im Fernsehen darauf anspricht und die dann tatsächlich sagen, sie dachten, es sei Fake, lügen.

Ein Leser hat auf ihren Bericht geschrieben, dass jeder das anziehen könne, was ihm passt – dem stimme ich nicht zu. Ich trage auch kein Hakenkreuz-Symbol, weil ich die Grafik so schön finde! Es gibt Sachen, die man nicht trägt, wenn man ein bisschen Verstand hat. Wer in der heutigen Zeit noch immer nicht „wissen will“, wo der Pelz herkommt und wie er hergestellt wird, der hat keine Moral und kein Gewissen. In der heutigen aufgeklärten Zeit geht das einfach nicht mehr! Kinder und Männer sehen mit Pelzkragen einfach lächerlich aus, und Frauen werden hässlicher durch den Pelz. Fazit: Wer sicher gehen will, lässt den Polyester- oder Echtpelzkragen einfach weg.

Stefanie Fietkau, Hannover, Leserbrief

Quelle: Facebook/Screenshot/@HAZ

Mangelndes Mitgefühl

Ich bin Tierschützerin und dieses Wieder-Tragen von Pelz ist einfach scheußlich. Allerdings glaube ich nicht, dass keinerlei Kenntnis darüber bei den Trägern – auch Männern – vorhanden ist. Nach meinen Erfahrungen ist es diesen Menschen egal! Ich habe vielfach Menschen angesprochen, weil inzwischen auch Kleinkinder Pelzbesatz tragen; Ausreden belegen das mangelnde Mitgefühl mit den Tieren. Besonders für die „Fun-Generation“ zählt nur das Ego und der Nachahmeffekt.

Ich trage weder Kunstpelz noch Lederprodukte, da inzwischen auch Handschuhe aus Hundehaut gefertigt werden. Dieses alles kann man erfahren, auch ohne im Tierschutz aktiv zu sein – in Zeitungen, im Internet, im Fernsehen.

Vera Seegers, Hannover, Leserbrief

Unerträgliche Bevormundung

Pelz-Polizei, Sitten-Polizei, Glaubens-Polizei, Bürger-Polizei – wo ist ein Ende? Wen kümmert das alles noch? Ein interessiertes Schwein oder ein Huhn? Selbst diese nicht! Unerträglich, diese pelztierorientierte Bevormundung. Keine strafrechtliche Relevanz für den missbräuchlich, offensichtlich ungeschützten Polizeibegriff! Der materielle Polizeibegriff beinhaltet nur die mit Zwangsgewalt verbundene Staatstätigkeit, die darauf abzielt, Gefahren abzuwehren, durch welche die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bedroht wird. Seit wann aber zählt ein Pelztierkragen zur Gefahrenabwehr? 

Burkhard Breslauer, Hannover, Leserbrief

Am Mittwochnachmittag ist in einer Laube in einer Kleingartenkolonie am Richard-Partzsch-Weg in Davenstedt ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Auch in den vergangenen Jahren hatte es in der Kleingartenkolonie gebrannt.

19.01.2017

Drei Anhänger von Hannover 96 sind am Donnerstag wegen Verherrlichung einer Straftat zu teilweise hohen Geldstrafen verurteilt worden. Sie hatten bei einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ein Banner mit einer beleidigenden Anspielung auf den Messerangriff der 15-Jährigen Safia S. auf einen Bundespolizisten in Hannover gezeigt.

Tobias Morchner 19.01.2017

Zwei mutmaßliche Autoknacker hat die Polizei am Mittwochmittag in Herrenhausen festgenommen. Beide sollen kurz zuvor mehrere Autos auf einem Parkplatz aufgebrochen haben. Aufmerksame Zeugen hatten die Polizei gerufen.

19.01.2017