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Stadt Hannover Starb auch in Hannover ein Patient durch den Todespfleger?
Aus der Region Stadt Hannover Starb auch in Hannover ein Patient durch den Todespfleger?
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17:52 11.03.2018
Der Hilfspfleger, der gestanden hat, einen 87-Jährigen bei München mit einer Überdosis Insulin getötet zu haben, war im Juli 2017 in Hannover tätig. Quelle: dpa
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Hannover

 Im Fall des 36-Jährigen Hilfspflegers, der in München gestanden hat, einen 87-Jährigen mit einer Insulin-Spritze getötet zu haben, hat die Staatsanwaltschaft neue Erkenntnisse zum Wirken des Geständigen in Hannover erhalten. So war der Pole im Juli 2017 in der Landeshauptstadt tätig. In dieser Zeit hat es einen Fall gegeben, „in denen das Ableben einer von ihm betreuten Person in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Tatverdächtigen“ steht, teilteAnne Leidig, die Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft München 1 mit. Ob der 36-jährige Grzegorz Stanislaw W. tatsächlich für den Tod des Betreuten verantwortlich gemacht werden könne, müsse jetzt geprüft werden.

Inzwischen sind bei den Ermittlungsbehörden weitere Hinweise zu dem Hilfspfleger eingegangen. „Wir haben Aussagen zu 16 weiteren Orten im Bundesgebiet, an denen sich der Verdächtige aufgehalten haben soll“, sagt Oberstaatsanwältin Leiding der HAZ. In vier dieser Fälle gibt es Hinweise auf je ein ungeklärtes Ableben einer von dem 36-Jährigen betreuten Person. Damit wächst die Zahl der Orte, an denen der Hilfspfleger in Deutschland eingesetzt war, auf insgesamt 36. Ermittelt wird zudem auch in Nordrhein-Westfalen, im Märkischen Kreis, in Bonn, im Großraum Düsseldorf, im fränkischen Forchheim, in Kitzingen und in Tuttlingen Die Staatsanwaltschaft habe entsprechende Ersuchen an die Polizei gestellt. Insgesamt geht es bislang um acht Fälle, in denen es ungeklärte Todesfälle im Umfeld des polnischen Hilfspfleger gegeben hat.

Der 36-Jährige hat in seiner ersten Vernehmung angegeben, ab dem Jahre 2008 im Ausland, unter anderem in England und Deutschland, als ungelernte Pflegekraft in Privathaushalten gearbeitet zu haben. Seit 2012 will er durchgehend immer wieder in Deutschland gearbeitet und dort eine Vielzahl von Personen betreut haben. „Genauere Angaben zu den jeweiligen Arbeitsstellen sowie die Namen der zu betreuenden Personen hat er bislang verweigert“, sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

In München hatte er gestanden, einen 87-Jährigen mit einer Insulinspritze getötet zu haben. Am Rosenmontag dieses Jahres war der Fall ins Rollen gekommen. Der 36-Jährige hatte an jenem Tag den Rettungswagen gerufen, nachdem er einen von ihm betreuten Senioren leblos im Bett entdeckt hatte. Bei der Durchsuchung des Polen stieß die Polizei auf zwei EC-Karten des Rentners samt der dazugehörigen PIN-Nummern und 1210 Euro Bargeld. Zudem entdeckten die Fahnder bei dem 36-Jährigen mehrere Ampullen Insulin.

Der Fall W. erinnert an die Taten des Krankenpflegers Niels H., der in Krankenhäusern in Delmenhorst und Oldenburg mindestens 90 Menschen getötet hat. Auch er verabreichte den Patienten Medikamente, so dass sie in einen Zustand gerieten, in dem sie reanimiert werden mussten und H. dabei seine Fähigkeiten unter Beweis stellen konnte. Der Krankenpfleger wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte dabei die besondere Schwere der Schuld des Verurteilten fest. Damit ist ausgeschlossen, dass H. nach 15 Jahren aus der Haft entlassen werden kann.

Von Tobias Morchner

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