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Polizei beschlagnahmt in Hannover 354 Polenböller

Erste Bilanz der Polizei Polizei beschlagnahmt in Hannover 354 Polenböller

Die Polizei hat eine erste Bilanz der Silvesternacht gezogen: Demnach verliefen die Feiern in Hannover weitgehend friedlich. Es gab zwar zahlreiche Silvestereinsätze für Polizei und Feuerwehr – die hielten sich jedoch im üblichen Rahmen. Einen Zwischenfall gab es bei der Party im HCC.

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Diese illegalen Knallkörper beschlagnahmte die Polizei in Ricklingen.

Quelle: Polizei Hannover

Hannover.  Der Jahreswechsel in Hannover ist relativ ruhig verlaufen. Wie ein Sprecher der Polizei am Neujahrsmorgen mitteilte, gab es keine nennenswerten Einsätze. Es sei vereinzelt zu Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gekommen, zu größeren Zwischenfällen kam es jedoch nicht. Auch in der Innenstadt, wo die Polizei die Nacht über starke Präsenz zeigte, blieb es – abgesehen von Böllern, Raketen und feucht-fröhlicher Stimmung – weitgehend ruhig. „Das war vergleichbar mit einer gut besuchten Samstagnacht“, sagt der Polizeisprecher. 

Allerdings beschlagnahmte die Polizei in der Silvesternacht  354 sogenannte Polenböller. Allein 246 verbotene pyrotechnische Gegenstände stellte die Polizei bei einem 24-Jährigen in Ricklingen sicher. Er hatte zuvor zwei Passanten mit Knallkörpern aus einem Fenster beworfen, worauf die beiden eine Anzeige erstatteten. 108 illegale Böller wurden in der Innenstadt beschlagnahmt. Die Besitzer werden sich wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verantworten müssen. 

Erstaunt zeigte sich Einsatzleiterin Gwendolin von der Osten über die Tatsache, dass viele Feiernde zum Teil sehr kleine Kinder mit zur Silvesterfeier in die Innenstadt gebracht hatten und diese sogar mit Feuerwerkskörpern hantieren ließen. Zwei Kinder trugen dabei Verletzungen davon. Ein neunjähriges Mädchen trug bei der Explosion eines Böllers vor ihrem Gesicht schwere Verletzungen davon und musste in einer Klinik behandelt werden.

Gegen 2.15 Uhr musste ein Teil der Einsatzkräfte von der Innenstadt zum HCC verlegt werden. Auf der vom Radiosenders N-Joy präsentierten Silvesterparty im Kuppel- und im Leibnizisaal war eine 18-Jährige sexuell belästigt worden. Mit einem Großaufgebot suchten die Beamten in den Veranstaltungsräumen nach dem mutmaßlichen Täter. Weil einige der Partygäste dabei agressiv reagierten, stockte die Behörde die Zahl der Einsatzkräfte vor Ort noch einmal auf. Die Polizisten nahmen zahlreiche Personalien auf. Die Ermittlungen zu dem Sexualdelikt dauern noch an.

Auch Feuerwehr und Rettungsdienst verzeichneten zahlreiche Einsätze. Die Zahlen – 63 Brandeinsätze sowie 216 Notfalleinsätze – lagen nach Angaben der Feuerwehr Hannover jedoch unter denen des Vorjahres. Meist wurden Container, Müllbehälter und Hecken durch Feuerwerkskörper entzündet.  Allerdings gingen auch zwei Autos in Flammen auf. 

Auch bundesweit feierten die Menschen weitestgehend friedlich Silvester. Bei der großen Silvesterparty auf der Festmeile am Brandenburger Tor in Berlin, auf der mehrere Hunderttausend Menschen feierten,  gab es nach Polizeiangaben insgesamt zehn Fälle von sexueller Belästigung. 

Von frs/tm

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