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Stadt Hannover Darum waren im Auto so viele Kabel zu sehen
Aus der Region Stadt Hannover Darum waren im Auto so viele Kabel zu sehen
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22:44 13.12.2016
Ein Experte der Polizei blickt in das Auto, in dem die verdächtigen Kabel gefunden worden waren. Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

Ein in der Innenstadt abgestellter Golf hat am Dienstagnachmittag zu einem großen Polizeieinsatz und dem Ausrücken der Bombenentschärfer geführt. Erst um kurz vor 19 Uhr konnten die Ermittler Entwarnung geben.

Der Wagen in der Röselerstrasse war gegen 16.20 Uhr einer Mitarbeiterin der Stadt aufgefallen, weil aus der Fahrer- und der Beifahrertür Kabel herausguckten, die im Motorraum des Autos verschwanden. Die Zeugin meldete den verdächtigen Gegenstand der Polizei. 
Die Beamten sperrten die Röselerstraße vollständig ab. Ein Supermarkt, eine Drogerie, eine Weinbar und die Sparkasse an der Markthalle mussten schließen. Auch die Zugänge zu der Querstraße waren für niemanden mehr zu passieren. Die Üstra fuhr die Haltestelle Markthalle mit ihren Linien 3, 7 und 9 nicht mehr an.

Als die Sperrzone geräumt war, begannen die Bombenentschärfer mit ihrer Arbeit. Sie schlugen die Scheiben der Fahrer- und der Beifahrertür ein, um die Kabel genauer untersuchen zu können. Schließlich öffneten sie auch die Motorhaube und konnten dann Entwarnung geben. Von dem Auto ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr aus.

Unmittelbar danach tauchte der Halter des Golfs an der Einsatzstelle auf. Vor Ort wollte er sich nicht zu den Vorwürfen äußern, diskutierte lange mit den Einsatzkräften. Der HAZ sagte er, er sei in der Werkstatt gewesen, weil der Turbolader seines Wagens angeblich defekt sei und er deswegen nicht durch den TÜV komme. Die Mechaniker hätten ihm erklärt, man müsse die Werte der Abgasturbine messen. Daraufhin habe er sich ein Messgerät gekauft, es installiert und fahre seit einer Woche mit dieser Konstruktion durch die Gegend. „Ich bin total geplättet, dass ein paar Kabel so einen Einsatz auslösen“, sagte er. Seinen Namen wollte er nicht nennen.

Die Polizei vermutet hingegen, dass der Mann den Wagen zu Tuningzwecken manipuliert haben könnte. Sie stellten den Golf sicher, um ihn genauer zu untersuchen. Sollte sich der Verdacht bewahrheiten, wird sich der Halter wegen verkehrsrechtlicher Vergehen verantworten müssen.

Zahlreiche Passanten, die zum Einkaufen oder wegen des Weihnachtsmarktes in die Innenstadt gekommen waren, verfolgten den Polizeieinsatz. Unter ihnen auch Florian Braune, der Chef des „Escape Room“ in der Röselerstraße - eine Art Spiel- und Rätselraum für Erwachsene. Zwei Gruppen hatten gerade eine halbe Stunde gespielt, als Braune gegen 16.30 Uhr von draußen die Polizei rufen hörte. „Wir sollten sofort alle raus“, sagt er. Warum, erfuhren er und sein Team nicht. Rund drei Stunden lang standen er und sein Team am Rande der Absperrung. Dann erst gab es Entwarnung. „Zwei weiteren Gruppen mussten wir schon absagen“ Den Schaden schätzt er auf rund 600 Euro. Von der Absage betroffen war auch eine 25-köpfige Gruppe von Polizeibeamten, die die Räumlichkeiten von Braune für ihre Weihnachtsfeier gebucht hatten. Die Rätselaufgabe für den Abend hätte gelautet: Entschärfung einer fiktiven Bombe.

Von Isabel Christian und Tobias Morchner

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