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Stadt Hannover Polizei veröffentlicht Zahlen zur Flüchtlingskriminalität
Aus der Region Stadt Hannover Polizei veröffentlicht Zahlen zur Flüchtlingskriminalität
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00:17 17.02.2017
Von Tobias Morchner
Polizisten bei einer Personenkontrolle in der Innenstadt.  Quelle: Michael Thomas
Hannover

Eigentlich gehört die Präsentation der Kriminalstatistik zum Arbeitsalltag eines Polizeichefs. Doch bei der Vorstellung der Statistik des Jahres 2016 konnte Behördenleiter Volker Kluwe mit einer Neuerung aufwarten. Zum ersten Mal konnte er auch zur Entwicklung der Straftaten Auskunft geben, die von Flüchtlingen verübt worden sind. Die Polizeidirektion Hannover registrierte demnach im vergangenen Jahr insgesamt 11.489 dieser Vergehen. Die Zahl schließt die ausländerrechtlichen Verstöße mit ein. Im vergangenen Jahr waren es in der Stadt und dem Umland deutlich weniger Fälle. Für 2015 registrierte die Polizeidirektion lediglich 8744 Straftaten. Der statistische Anstieg lasse allerdings nicht die Schlussfolgerung zu, dass Flüchtlinge in einem unverhältnismäßig hohen Umfang Straftaten verübten. „Die weit überwiegende Mehrheit begeht eben keine Straftaten“, sagte der Polizeipräsident.

Kluwe führte den Anstieg in der Kriminalitätsstatistik auf zwei Umstände zurück. Zum einen sei die Anzahl der Ausländer in der Bevölkerung um 1,3 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent gestiegen - ein Umstand, der sich im Wesentlichen durch den Zuzug von Flüchtlingen erklären lässt. „Zum anderen müssen wir feststellen, dass die Mehrzahl der in der Region Hannover von Flüchtlingen begangenen Straftaten von Tätern verübt wird, die von außerhalb kommen“, sagte der Polizeichef. Hannover sei aus vielen Gründen ein Anziehungspunkt für Flüchtlinge aus anderen Städten. „Wenn sie hier dann straffällig werden, schlägt sich das in unserer Statistik nieder“, sagte Kluwe.

Der Statistik zufolge fielen Flüchtlinge im vergangenen Jahr vermehrt insbesondere durch gefährliche Körperverletzungen, Schwarzfahren, Verstöße gegen das Asylrecht und Drogendelikte auf. Auch beim Sozialbetrug durch Flüchtlinge verzeichnete die hannoversche Behörde einen deutlichen Anstieg von 20 auf 88 Taten - mehr als ein Vierfaches

Flüchtlingsrat: „Wir dürfen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen“

Kai Weber, der Geschäftsführer des Niedersächsischen Flüchtlingsrats, spricht sich dafür aus, den erheblichen Anstieg dieser Straftaten genau zu analysieren und keine voreiligen Schlüsse daraus zu ziehen. „Statistisch werden von der Polizei lediglich die Verdächtigen erfasst, sie erfasst nicht die Zahl der Täter“, sagt er. Zum anderen passierten viele Straftaten nicht aus einer besonders hohen kriminellen Energie der Flüchtlinge heraus, sondern aus deren Lebenssituation. „Viele heftige Auseinandersetzungen geschehen in Wohnheimen, wo die Menschen nach einer langen Odyssee untergebracht werden. Viele entwickeln schnell einen Lagerkoller, einigen gehen dann die Nerven durch“, sagt Weber. Er mahnt deshalb zur Vorsicht. „Wir dürfen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen“, sagt er.

Hier finden Sie alle Grafiken zur Kriminalstatistik 2016

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