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Stadt Hannover So war die Premiere des Kleinen Fests im Großen Garten
Aus der Region Stadt Hannover So war die Premiere des Kleinen Fests im Großen Garten
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00:17 15.07.2017
Von Juliane Kaune
Fabelwesen erobern den Großen Garten. Quelle: Dröse
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Hannover

Im wahrsten Wortsinn ein Wechselbad des Wetters und der Gefühle erlebten die Festbesucher am Premierentag. Schon den ganzen Tag über hatte es heftig geregnet. Immer wieder war der bange Blick von Festorganisator Harald Böhlmann nach oben gegangen – zu den grauen Wolken am Himmel. Der Mann mit dem Zylinder wollte die Veranstaltung zunächst sogar absagen. Doch der Wetterdienst, zu dem Böhlmann ständig Kontakt hielt, hatte für den Abend eine gute Prognose gegeben. Der freute sich schon über ein "himmlisches Wunder".

Kurz nachdem er die Gäste begrüßt hatte, mussten diese die Regenschirme aber schon wieder aufspannen. Vier der 35 Bühnen konnten in der ersten Zeitschiene nicht bespielt werden. Ab 20 Uhr lief dann wieder alles wie geplant.

Grundsätzlich sind Künstler wie Festpublikum witterungserprobt. Von ein paar Regentropfen lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, selbst dem einen oder anderen Guss trotzen sie erfahrungsgemäß mit vereinten Kräften - und mit Schirmen und Regencapes. Dennoch war am Mittwoch viel Durchhaltevermögen auf den durchgeweichten Wegen nötig. Einige Gäste gingen vorzeitig. Mehr Glück hatten die 3300 Besucher der Vorpremiere am Dienstagabend, die trocken blieb – und von der unsere Bilder stammen, die wir in der Fotogalerie zeigen.

Premiere mit Schirmen und Regenjacken

Ohnehin wasserfest ist die goldene Farbe, die sich die drei Mitglieder des Ensembles Lametta auf die Haut gemalt hatten. Die muskelbepackten Athleten treten auf Bühne 8 an, um den 17 Goldfiguren im barocken Gartentheater Konkurrenz zu machen. Sie sind ähnlich spärlich bekleidet, aber – anders als ihre statischen Vorbilder – überaus beweglich. Eine Darbietung, die erstmals beim Kleinen Fest zu sehen ist, ebenso wie 20 weitere Auftritte der mehr als 100 Künstler aus 20 Nationen. Viel Auswahl, viele Überraschungen.

Beim Rundgang gibt es für die Festbesucher aber auch jenseits der fest eingerichteten Bühnen Erstaunliches zu entdecken. Da springen überlebensgroße Frösche über den Kies, mutierte Fische und eine Meerjungfrau lassen grüßen. Die farbenfrohen Stelzenwesen gehören zur Festsaison ebenso in die Gärten wie die Buchsbaumhecken. Und das mobile Café Chez Jopie, eine Art Mini-Trecker mit Bistrogarnituren, lädt die Gäste zum Ausruhen während eines langen Festabends ein. Auch das ist eine Premiere.

Info: Für jede der 16 Aufführungen des Kleinen Festes, das bis zum 30. Juli läuft, gibt es ab 17 Uhr noch 200 Karten an der Abendkasse. Sie kosten 30 Euro, ermäßigt 17 Euro. Das Bühnenprogramm beginnt an jedem Abend um 18.30 Uhr.

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