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Stadt Hannover Rat stimmt einmütig für Leinewelle
Aus der Region Stadt Hannover Rat stimmt einmütig für Leinewelle
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00:17 23.06.2018
So soll sie aussehen: Das Surfprojekt Leinewelle am Rrande der Altstadt neben der Brücke Schlossstraße. Quelle: Quelle: Leinewelle
Hannover

Am Montag hat der Bezirksrat Mitte Grünes Licht gegeben, jetzt haben die entscheidenden Ratsgremien zugestimmt: Die Stadt gestattet dem Verein Leinewelle, seine künstliche Surfwelle in den Altstadt-Flusslauf an der Brücke Schlossstraße zu installieren. Der Beschluss fiel einstimmig, damit ist die Ratsmehrheit sicher. Die letzte Hürde ist damit aber noch nicht genommen.

Der Verein Leinewelle um Initiator Heiko Heybey will ein dreiteiliges Unterwasserwehr installieren, das im Fluss eine sogenannte stehende Welle erzeugt, auf der es sich surfen lässt. Das Gelände gehört der Stadt, sie muss daher die Nutzung gestatten. Für den Vertrag, dem der Rat zustimmt, gab es viel Lob aus der Politik: Eer zeuge von „einem fairen Umgang mit dem Verein“, sagte SPD-Ratsherr Lars Kelich. Fünf Jahre habe die Vorbereitung gedauert, „aber manchmal muss man eben lange Strecken laufen“.

CDU-Ratsfrau Gabriele Jeschke nannte das Projekt einen „sportlich-kulturellen Höhepunkt“ für Hannover. Zuvor hatte Stadtbaurat Uwe Bodemann gesagt, eine Messestadt wie Hannover müsse ihren internationalen Gäste auch Projekte mit „Erinnerungswert“ bieten. Die Stadt baue das einen Kilometer lange Altstadtufer zu einem urbanen Erlebnisraum aus. Lange Zeit sei er eher vernachlässigt worden, „die Nanas waren eigentlich der einzige Glanzpunkt dort“. Mit dem Bau von Treppenanlagen zum Wasser und der Aufwertung der Promenade komme man dem Ziel näher, das Areal für Bewohner und Stadtbesucher attraktiver zu machen.

FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke erkundigte sich nach Toiletten, man wolle ja keine Dixi-Klos dort. Der Verein habe Interesse, am Flohmarkt-Parkplatz ein kleines Gebäude zu errichten. Bodemann verwies darauf, dass es dort ein prämiertes Bebauungskonzept aus dem Stadtdiskurs City2020 gebe, das jetzt möglicherweise im Zuge des Kulturhauptstadtbewerbung relevant werde. Die Surfer müssten sich daher vielleicht wegen Toilettennutzungen mit den ansässigen Gastronomen einigen. Kelich wies darauf hin, dass es am Münchener Eisbach, dem Vorbild für die Leinewelle, auch keine Toiletten gebe. AfD-Mann Reinhard Hirche allerdings sagte: „Toiletten müssten schon sein.“

Gerhard Wruck, Ratsherr der „Hannoveraner“, fragte, ob die Bedenken des Fischereivereins ausgeräumt seien, der eine bessere Passierbarkeit für Fische fordert. Bodemann sagte, vorgesehen sei ein Fischtunnel direkt an der Anlage. Über Naturschutzfragen aber werde die Region entscheiden, die die Genehmigungsbehörde für wasserrechtliche Genehmigungsbehörde ist.

Dort liegen derzeit zahlreiche Gutachten zu dem Projekt. Die Region hatte aber bereits signalisiert, dass sie das Vorhaben grundsätzlich für genehmigungsfähig hält. Angekündigt ist allerdings eine Klage des Fischereivereins und von anderen Naturschutzverbänden. Sie berufen sich darauf, dass nach Europarecht bei Eingriffen in Flüsse nie eine Verschlechterung für die Natur eintreten dürfe. Sie fordern, dass als Ausgleich für die Verschlechterung das große Wehr am Landtag endlich für Fische passierbar gemacht wird.

Von Conrad von Meding

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