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Stadt Hannover Regiobus droht mit Boykott des ZOB
Aus der Region Stadt Hannover Regiobus droht mit Boykott des ZOB
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00:15 13.12.2014
Von Mathias Klein
Der Busbahnhof wird jeden Tag rund 200-mal von den drei Regiobus-Sprinterlinien 300, 500 und 700 angefahren Quelle: Michael Thomas
Hannover

Regiobus droht damit, den neuen ZOB ab dem neuen Jahr nicht mehr anzufahren. Verantwortlich dafür sei die Landeshauptstadt. Die habe für eine Fahrtroute der Busse gesorgt, die extrem gefährlich sei, heißt es vonseiten des Unternehmens. Regiobus, das nahezu den gesamten Busverkehr im hannoverschen Umland bestreitet, hat jetzt seine Enttäuschung über die Stadt in einem Beschwerdebrief an die Landesnahverkehrsgesellschaft zum Ausdruck gebracht.

Der Busbahnhof wird jeden Tag rund 200-mal von den drei Regiobus-Sprinterlinien 300, 500 und 700 angefahren. Täglich befördern diese Busse etwa 23 000 Passagiere in die Innenstadt. Weil der neue, von der Stadt geplante Busbahnhof deutlich kleiner als der Vorgänger ist, müssen die Linienbusse seit der Eröffnung vor dreieinhalb Monaten einen Umweg in Kauf nehmen. Vorher konnten sie direkt aus der Lister Meile auf den ZOB fahren. Jetzt kommen die Busse aus dem Posttunnel und setzen die Fahrgäste auf Höhe des ZOB an der Lister Meile ab. Dann biegen sie links auf die Hamburger Allee.

„Das ist schon mit dem Auto schwierig“: Bevor die Busse von der Hamburger Allee in die Rundestraße abbiegen, wird es für sie eng – und gefährlich. Quelle: Michael Thomas

Der Knackpunkt im Streit zwischen Regiobus und der Stadt: Um von der Hamburger Allee auf den Busbahnhof zu gelangen, müssen die Busse wieder nach links in die Rundestraße abbiegen - eine äußerst gefährliche Stelle, wie sich das Unternehmen auch von der Polizei hat bestätigen lassen. Die Beamten hätten eine erhöhte Unfallgefahr festgestellt, sagt Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Denn weil sich kurz vorher die Hochstraße wieder mit der Hamburger Allee vereint, haben die Busse nur sehr wenig Platz, um über zwei Fahrspuren zwischen dem Verkehr auf die Linksabbiegerspur zu kommen. „Das ist schon mit dem Auto schwierig, erst recht mit einem Gelenkbus“, sagt Otkun.

„Im Moment geht das noch, weil auf der Hochstraße wegen einer Baustelle der Verkehr nur einspurig läuft“, sagt Otkun. Da aber ab dem 1. Januar die Hochstraße wieder komplett freigeben werde, sei die Gefahr für die Busse zu groß. „Das kann dazu führen, dass wir den ZOB ab dem neuen Jahr nicht mehr anfahren können“, sagt Otkun.

Unmut bei Regiobus über die Stadt

Insgesamt hat sich im Zusammenhang mit dem ZOB bei Regiobus viel Unmut über die Stadt aufgestaut. In dem Brief ist von mangelnder Kommunikation und nicht eingehaltenen Absprachen die Rede. In dem Busunternehmen spricht man sogar von „Schikane“. Die Stadt wolle Regiobus vom ZOB verbannen, heißt es.

Die Stadt war in einer Stellungnahme gestern deutlich bemüht, die Wogen zu glätten. Die Sanierung der Hochstraße werde nicht vor Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein, weil die Arbeiten an den Fahrbahnen ineinander übergingen, sagt Rathaussprecher Alexis Demos. Deshalb bleibe es auch zunächst bei der einspurigen Verkehrsführung auf der Hochstraße. Eine geänderte Verkehrsführung in diesem Bereich soll gemeinsam mit Regiobus in den nächsten Wochen erörtert werden. Dann werde auch über ein Verkehrskonzept geredet, das Regiobus erstellt habe. „Die Verwaltung ist jedenfalls offen für Gespräche und weiterhin an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert“, sagt Demos.

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