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Stadt Hannover Streichung von Buslinien beschlossen
Aus der Region Stadt Hannover Streichung von Buslinien beschlossen
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01:37 09.03.2018
Der Eldagser Bürgermeister Karl-Heinrich Rohlf (rechts) übergibt Regionspräsident Hauke Jagau 1950 Unterschriften gegen die Schlißung des Busdepots in Eldagsen. Quelle: Klein
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Hannover

 Der Abstimmung war ein heftiger Schlagabtausch vorangegangen: Am Ende stimmte am Dienstag die Mehrheit von SPD und CDU in der Regionsversammlung den Sparplänen der Region für ihr Tochterunternehmen Regiobus zu. Die Verwaltung hat dem Unternehmen einen strikten Sparkurs verordnet, unter anderem soll ein knappes Dutzend Linien entfallen, Linien mit schwacher Kundenresonanz sollen ausgedünnte Fahrpläne erhalten. 

Damit will die Region sicherstellen, dass Regiobus vom Jahr 2020 direkt mit dem Auftrag für den Busverkehr im Umland beauftragt werden kann. Das geht aber nur, wenn die Zuschüsse für das Unternehmen sich in Grenzen halten. 

In der Debatte griff Rüdiger Hergt (Die Region) die Verwaltung und die Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen an. „Der Nahverkehr ist keine finanzielle Frage sondern eine Frage der Fürsorge für die Bürger“, betonte er. Ähnlich äußerte sich Michael Fleischmann (Linke). „Dieser Tag ist ein schwarzer Tag für den Nahverkehr in der Region Hannover“, meinte er. Die Region habe ein Gefälligkeitsgutachten bestellt, um sparen zu können. 

Dagegen verteidigte Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz die Pläne. „Es macht wenig Sinn, leere Busse durch die Gegend fahren zu lassen“, sagte er. Das Liniennetz von Regiobus müsse effizienter werden. Das sei auch die Meinung der Busfahrer des Unternehmens. Überall gebe es steigende Fahrgastzahlen im Nahverkehr der Region, nur Regiobus habe immer weniger Fahrgäste, berichtete Franz. Nach Ansicht des Verkehrsdezernenten gebe es in der Debatte viele Emotionen. In den Dörfern werde beklagt, dass erst der Bäcker weggegangen sei, dann die Sparkasse und jetzt werde auch noch der Fahrplan ausgedünnt, meinte er. Franz sicherte aber den Erhalt von Standards zu. 

Unterstützung bekam der Dezernent unter anderem von Eberhard Wicke. Der Verkehrsexperte der CDU-Regionsfraktion sagte, bei den Plänen handele es sich keinesfalls um einen Kahlschlag. Wicke setzte sich erneut für ein flexibles Angebot im Nahverkehr ein. „Wenn wir das nicht machen, kommen andere Unternehmen, die das dann übernehmen“, sagte er. 

Zu Beginn der Regionssitzung hatte der Ortsbürgermeister von Eldagsen, Karl-Heinrich Rohlf, Regionspräsident Hauke Jagau 1950 Unterschriften für den Erhalt des Busdepots in Eldagsen überreicht. Die Debatte über Regiobus fand nach einer ermüdenden Sitzung allerdings so spät statt, dass Rohlf und seine Begleiter aus Eldagsen sie nicht mehr miterlebten.

Von Mathias Klein

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