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Stadt Hannover Region nimmt weitere 5000 Flüchtlinge auf
Aus der Region Stadt Hannover Region nimmt weitere 5000 Flüchtlinge auf
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00:18 01.01.2015
In allen Kommunen laufen fieberhafte Bemühungen, eine ordentliche Unterbringung der Menschen zu gewährleisten. Quelle: Hagemann
Hannover

Die Verteilquote bemisst sich nach der Zahl der Einwohner einer Kommune und der Zahl der bereits dort lebenden Asylsuchenden. In ganz Niedersachsen rechnet die Landesregierung für das kommende Jahr derzeit mit rund 23.000 Asylanträgen.

In der Region muss nach Hannover die Stadt Garbsen mit 256 Personen die meisten Menschen aufnehmen, dicht gefolgt von Langenhagen mit 246 Personen. Die jüngsten Zuteilungsquoten für die Umlandgemeinden waren der Region Hannover von der Landesregierung erst am Tag vor Heiligabend mitgeteilt worden. Die Zahl der unterzubringenden Asylbewerber hatte im Laufe dieses Jahres immer wieder nach oben korrigiert werden müssen. Die meisten Flüchtlinge kommen derzeit aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

In allen Kommunen laufen fieberhafte Bemühungen, eine ordentliche Unterbringung der Menschen zu gewährleisten. In der Landeshauptstadt leben derzeit rund 2000 Flüchtlinge in städtischen Einrichtungen. Hier wird inzwischen darüber nachgedacht, größere Flüchtlingswohnheime als bisher zu errichten. Bislang war die Zahl der Menschen in derartigen Unterkünften auf 50 begrenzt. Künftig könnten es bis zu 100 sein, heißt es aus der Verwaltung. Ihr ursprüngliches Vorhaben, Flüchtlinge nicht in Massenunterkünften unterzubringen, hatte die Stadt bereits vor Wochen aufgeben müssen. Mittlerweile sind das ehemalige Schulzentrum Ahlem und das alte Oststadtkrankenhaus in Unterkünfte für Asylsuchende umgewandelt worden.

Im Umland werden unterschiedliche Lösungen zur Unterbringung der Flüchtlinge erörtert. „In kleinen Kommunen ist das eine echte Herausforderung“, sagte Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht gestern. „Wir bewältigen sie nur, wenn alle mitmachen.“ Wie alle seine Kollegen in der Region appelliert Schacht an Eigentümer und Vermieter, der Stadt Wohnraum für Flüchtlinge anzubieten. „Uns hilft alles“, sagte Schacht. In anderen Kommunen wie Barsinghausen oder Gehrden denkt man auch über den Bau neuer Unterkünfte nach.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte zuletzt wiederholt Verständnis für die schwierige Lage der Kommunen bekundet. Um die Probleme zu erörtern, will der Minister für das kommende Jahr einen „Flüchtlingsgipfel“ einberufen. Bei dem Treffen sollen sowohl Vertreter der kommunalen Spitzenverbände als auch Gruppen zu Wort kommen, die sich um Flüchtlinge kümmern. Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hatte dafür geworben, dass mittlere und kleinere Kommunen mit Wohnungsleerständen gegebenenfalls mehr Flüchtlinge aufnehmen, als ihnen zugeteilt werden. Der Appell war allerdings auf wenig Zustimmung gestoßen.

Von Volker Goebel und Andreas Zimmer

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