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Stadt Hannover Kommt das Schulfach „Regionologie“?
Aus der Region Stadt Hannover Kommt das Schulfach „Regionologie“?
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00:31 04.12.2014
Mit Medien zum Erkenntnisgewinn: Schüler ersinnen Unterrichtsmaterialien für „Regionologie“. Quelle: Kleinschmidt
Hannover

Auch mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung ringt die Region Hannover mit einem Problem: Zu wenige ihrer Einwohner können mit dem politischen Konstrukt so recht etwas anfangen. Weil der sprichwörtliche Hans nicht lernt, was Hänschen nicht kann, versucht die Region nun in einem neuen Projekt, Jugendlichen ihre Vorzüge nahe zu bringen - in einem Schulprojekt. Wofür also ist die Region Hannover eigentlich zuständig? Und was bedeutet überhaupt Kommunalpolitik? Was für Abgeordnete zur Tagesordnung gehört, ist für Jugendliche ein sperriges Feld. Am Montag im Regionshaus setzten sich 100 Schüler damit unerschrocken auseinander. Sie diskutierten Aufbau und Verwaltung der Kommunalpolitik und stellten sechs Abgeordneten Fragen rund um ihre politische Tätigkeit.

Aber sie taten noch mehr: Geht es nach der Region, der das Vermitteln ihrer Daseinsgründe offenkundig große Sorgen macht, gäbe es in den hiesigen Schulen demnächst das Unterrichtsmodul „Regionologie“. Welche Inhalte hier an die Jugendlichen gebracht werden könnten, sollen die Schüler selbst vorschlagen. Ein von der Region Hannover ausgeschriebener Ideenwettbewerb prämiert die kreativsten Einsendungen, die als Unterrichtmaterialien für das „Regionsfach“ dienen sollen. Als Preis ist unter anderem ein Zoobesuch für die gesamte Klasse ausgelobt. Um ihre Ideen richtig in Szene zu setzen, lernten die Schülern im Regionshaus auch einiges über das Filmen, Schneiden und Fotografieren.

Ideenwettbewerb

Die Region Hannover hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, der besonders kreative Lehrmaterialien für das Unterrichtsthema „Regionologie“ kürt. Dabei soll Wissen über die Region Hannover spielerisch vermittelt werden. Von Puzzles über Comics zu Videos sind den Ideen keine Grenzen gesetzt. Einsendeschluss ist der 16. Januar 2015, Ideen werden eingereicht bei Politik zum Anfassen, Königsberger Str. 18b, 30916 Isernhagen. Fragen an: politik@zumanfassen.de

Hans-Jacob Erchinger ist Lehrer an der Marie-Curie-Schule in Ronnenberg. Er brachte die Schüler seines Profilkurses Medien und Kommunikation mit, auf deren Lehrplan derzeit das Thema Video steht. Schüler Niklas nahm eine Menge mit nach Hause: „Ich habe was über das Filmschneiden gelernt. Aber auch, wie man gute Fotos mit einer Spiegelreflexkamera macht. So eine hat man ja nicht zu Hause, das einmal auszuprobieren war toll!“

An elf Stationen konnten die Jugendlichen lernen, diskutieren, filmen, fotografieren, Bilder bearbeiten und Präsentationen erstellen. Die achtjährige Jette von der Grundschule Grimsehlweg schilderte begeistert, wie sie nun am Rechner eine Präsentation erstellen kann. Mit dem Programm LibreOffice hat sie zur Übung ihr Lieblingshobby, das Reiten, vorgestellt. Derweil gehen Alexandra Tilch und Ilayda Schlie mit einem Tablet durch die Räume des Regionshauses und probieren sich in der Bildbearbeitung. Die beiden 14-Jährigen von der Marie Curie Schule haben schon einige Ideen für den Wettbewerb, entscheiden werden sie sich später.

An der Station „Frag den Abgeordneten“ stellte sich unter anderem Jan Dingeldey von der CDU. Er musste sich nicht nur zu besseren Busfahrzeiten und den Aufgaben eines Abgeordneten verhalten, sondern auch etwas zu seinem Gehalt sagen. „Das passiert ja alles ehrenamtlich, insofern gibt es auch nur eine kleine Vergütung“, sagte Kommunalpolitiker Dingeldey offen. Und wieder hatten die Schüler etwas gelernt.

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