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Stadt Hannover Region wirbt für den Bau von Solaranlagen
Aus der Region Stadt Hannover Region wirbt für den Bau von Solaranlagen
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06:00 30.05.2017
Von Mathias Klein
Für mehr Begeisterung für die Sonnenenergie: Udo Sahling (v. l.), Wolfgang Zehler, Rike Arff, Ulf Hansen-Roebbel, Katja Horneffer, Axel Priebs, Frank Eretge und Jan Sedelies. Quelle: Uwe Dillenberg
Hannover

Schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel, zunehmende Wetterextreme: Die möglichen Folgen des Klimawandels für die Erde klingen dramatisch. Die Voraussetzungen für Solarenergie verbessern sich allerdings: Davon berichtete jetzt ZDF-Meteorologin Katja Horneffer im Regionshaus bei der Auftaktveranstaltung der Solarinitiative der Region.

In Hannover wird es wärmer

Bereits in den vergangenen Jahrzehnten ist es in Hannover deutlich wärmer geworden. In den Jahren 1951 bis 1970 lag die Durchschnittstemperatur hier bei 8,6 Grad, in den Jahren 1981 bis 2010 waren es bereits 9,6 Grad. Nach Angaben von Horneffer wird die Temperatur in der Region überdurchschnittlich steigen. Die Klimaforscher rechnen weltweit mit einem Anstieg von zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, für die Region Hannover dagegen mit einem Anstieg von drei Grad.

Gleichzeitig steigt in der Region die Sonnenscheindauer, berichtete die Wetterexpertin. Derzeit liegt sie pro Tag durchschnittlich bei vier Stunden, die Klimawissenschaftler gehen von einem Anstieg auf sechs Stunden ab dem Jahr 2061 aus.

Vorreiter Ronnenberg

Schon seit vielen Jahren arbeitet die Stadt Ronnenberg an der Förderung der Solarenergie und ist damit führende Kommune in der Region. Der zuständige Fachbereichsleiter, Wolfgang Zehler, berichtete in der Veranstaltung, eine Mischung aus Diskussion und Vorträgen, vom Start in den Neunzigerjahren: „Wir haben zunächst unsere eigenen Gebäude ausgerüstet oder für Bürger zur Verfügung gestellt.“ Erst vor Kurzem habe sich beispielsweise die Stadt den Zugriff auf das Dach eines neuen Fachmarktzentrums gesichert, um dort eine Solaranlage zu installieren, erläuterte er den rund 100 Experten.

Leider werde derzeit viel zu oft nur über die finanziellen Vorteile von Solaranlagen diskutiert, sagte der Geschäftsführer von Corona Solar, Ulf Hansen-Röbbel. „Ich wünsche mir mehr Begeisterung für die Idee“, betonte er in der von HAZ-Redakteur Jan Sedelies moderierten Veranstaltung.

Inzwischen haben sich fünf Wohnbaugenossenschaften verbündet, um in den großen Mietshäusern den Bau von Fotovoltaikanlagen voranzubringen. Der Geschäftsführer von Gundlach, Frank Eretge, berichtete von bevorstehenden gesetzlichen Erleichterungen bei der Solarenergie für Wohngesellschaften. „Dann ist es bald einfacher, unseren Mietern Solarstrom zu verkaufen“, meinte er. Ziel des Zusammenschlusses sei es unter anderem, bei jeder Dachsanierung über den Bau von Solarkollektoren nachzudenken.

Ab dem 1. Juli fördert die Region neue Solaranlagen mit bis zu 1000 Euro. Förderfähig sind neu errichtete Solaranlagen zur Warmwasserbereitung sowie zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Insgesamt stehen dafür in den kommenden drei Jahren 300.000 Euro zur Verfügung.

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