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Stadt Hannover Region nicht grundsätzlich gegen Südlink
Aus der Region Stadt Hannover Region nicht grundsätzlich gegen Südlink
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23:16 12.12.2014
Von Bernd Haase
Umstritten: Die geplante Südlink-Trasse. Quelle: dpa
Hannover

Allerdings sieht Axel Priebs diese Bedingung bisher nicht als erfüllt an. Der Stromnetzbetreiber Tennet als Bauherr habe immer noch nicht schlüssig dargelegt, warum Trassenkorridore, die den Raum Hannover nicht berühren und beispielsweise östlich des Harzes auf Sachsen-Anhaltiner Gebiet Richtung Süden laufen, zunächst nicht weiter untersucht wurden.

Tennet hat am Freitag bei der Bundesnetzagentur den sogenannten Antrag auf Bundesfachplanung für die Stromtrasse gestellt und damit das offizielle Verfahren eingeleitet. Die Fachplanung wird etwa zwei Jahre dauern; in ihrem Verlauf können sich auch Kommunen und Bürger zu Wort melden. Der Antrag enthält insgesamt 98 unterschiedliche Varianten, einige davon betreffen auch die Region Hannover.

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Priebs gehört zu den Mitunterzeichnern der „Hamelner Erklärung“, die ebenfalls am Freitag veröffentlicht wurde. In ihr fordern zehn Landkreise aus Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen unter anderem, dass nicht allein Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Auswahl des Trassenkorridors maßgeblich sein dürften. Bund und Länder müssten dafür Sorge tragen, dass „Gegenstand der Alternativenprüfung alle großräumigen Trassenkorridore und nicht nur der Vorschlagskorridor des Betreibers Tennet sind“. Außerdem sollen die gesetzlichen Möglichkeiten geschaffen werden, durch unterirdische Verlegung der Leitungen die Belastungen für Bürger gering zu halten. Die grundsätzliche Notwendigkeit des Netzausbaus stellen die Unterzeichner nicht infrage. Er ist Bestandteil der Energiewende. Wenn Atomkraftwerke abgeschaltet werden, soll als Ersatz Windstrom von den Küsten in den Süden Deutschlands transportiert werden.

Viele Anwohner und Kommunen befürchten, dass sich die Leitung mit ihren bis zu 70 Meter hohen Strommasten negativ auf die Lebensqualität und den Tourismus auswirkt. Derzeit bilden sich auch in der Region Hannover überall entlang der Trassenvorschläge Bürgerinitiativen. Priebs sagte, wenn es zu einer Stromautobahn durch die Region komme, werde man darauf achten, dass Mensch und Umwelt so wenig wie möglich strapaziert werden. „Ich halte etwa eine Trasse für ungeeignet, die durch Moorgebiete verläuft“, erklärte er. Dies wäre bei der sogenannten Westvariante durch die Wedemark und Garbsen der Fall.

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