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Stadt Hannover Klinikum erwartet drei Millionen Euro Überschuss
Aus der Region Stadt Hannover Klinikum erwartet drei Millionen Euro Überschuss
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00:16 18.12.2016
Von Mathias Klein
Die Geschäftsführung und die Spitze des Aufsichtsrates nach der Sitzung: Medizingeschäftsführer Matthias Bracht (von links), Personalgeschäftsführer Michael Born, Finanzgeschäftsführerin Barbara Schulte, Regionspräsident Hauke Jagau (Aufsichtsratschef), Elke Nobel und Michael Borges. Quelle: KRH
Hannover

Ursprünglich hatte das Klinikum für das kommende Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis geplant, jetzt wird mit einer „deutlichen Übererfüllung des Planergebnisses gerechnet“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Geschäftsführung rechnet für 2017 mit einem Überschuss von rund 3 Millionen Euro - trotz einer neuen Entgeltordnung und der Tarifsteigerungen, die zusätzliche Ausgaben von etwa 14 Millionen Euro bedeuten, heißt es in der Mitteilung.

Planergebnisse übererfüllt

Für das laufende Jahr hatte die Finanzchefin des Klinikums, Barbara Schulte, mit einem Minus von 5 Millionen Euro gerechnet. Nun zeigten „die Entwicklungen und Daten des laufenden Geschäftsjahres“, dass das Klinikum auch 2015 mit einer Übererfüllung des Planergebnisses rechne. Eine konkrete Zahl nannte die Geschäftsführung in ihrer Pressemitteilung nicht.

Der Klinikverbund mit 10 Krankenhäusern hatte das Jahr 2015 mit einem Minus von mehr als 9 Millionen Euro abgeschlossen. Im Jahr 2014 und Anfang 2015 hatte die Liquidität des Unternehmens der damaligen Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat erhebliche Sorgen bereitet.

Medizin-Geschäftsführer Matthias Bracht kündigte jetzt an, dass das Klinikum weiter investieren werde, um das Angebot zu verbessern. Ein wichtiger Bereich wird ein Computerprogramm sein, das den Mitarbeitern im Pflegebereich medizinisches Wissen auf Knopfdruck bereit hält.

Das Klinikum geht insgesamt von einem Investitionsvolumen von 37 Millionen Euro aus. Ein Großteil, davon, nämlich 13 Millionen Euro, kommen von der Region Hannover, fast 10 Millionen Euro sind Fördermittel des Landes, den Rest will der Krankenhauskonzern aus dem prognostizierten Gewinn und Krediten finanzieren. Zu den größten Investitionen gehören der Einbau neuer Aufzüge und die Sanierung von Stationen, die Einrichtung eines Herzkathederlaborplatzes in Gehrden sowie neue Medizintechnik im Nordstadtklinikum.

Die Region als Eigentümerin des Klinikums freue sich, dass der Konsolidierungskurs nun Früchte trage, sagte Regionspräsident Hauke Jagau (SPD), der auch Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens ist.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass vor allem das Nordstadtkrankenhaus und das Siloah Millionenverluste machen. Beide Kliniken verzeichneten im Jahr 2015 ein Defizit von 9,2 Millionen Euro. Das Nordstadtkrankenhaus machte allein ein Minus von 6,3 Millionen Euro.

Das Klinikum hatte diese Zahl mit der alten Gebäudesubstanz in Pavillonstruktur begründet. Das Siloah arbeite deshalb noch mit Verlusten, weil sich die Prozesse und Abläufe in dem im Jahr 2014 in Betrieb gegangenem Krankenhaus erst einmal einspielen mussten.

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