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Stadt Hannover SEK stürmt Wohnung nach Familienzwist
Aus der Region Stadt Hannover SEK stürmt Wohnung nach Familienzwist
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19:54 21.12.2014
Von Tobias Morchner
Das SEK nahm den Mann fest. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Eine Spezialeinheit der Polizei hat am Sonntagvormittag einen Familienstreit in Stöcken beendet, bei dem ein 41-Jähriger seine Mutter und Brüder vier Stunden lang eingesperrt und mit einem Messer bedroht hatte. Beamte des Landeskriminalamts überwältigten ihn gegen 12.45 Uhr. Der Grund für die Auseinandersetzung ist bislang unklar. Da zunächst nicht feststand, ob der Täter außer dem Messer auch andere Waffen bei sich trug, sperrte die Polizei den Bereich rund um das Gebäude ab. Betroffen waren auch der Haupteingang des Stöckener Friedhofs und die Stadtbahnlinien 4 und 5, die die Gleise nicht mehr passieren durften. Die Üstra setzte Busse als Ersatz ein.

Nachbarn berichteten der HAZ nach der Festnahme des 41-Jährigen, es sei bereits ab 8 Uhr Lärm aus der Wohnung der Familie im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses zu hören gewesen. „Es klang so, als ob jemand mit einem harten Gegenstand immer wieder gegen die Wände schlagen würde“, sagt ein Betroffener. Gegen 8.30 Uhr, der Lärm aus der Wohnung war immer lauter geworden, alarmierten Nachbarn schließlich die Polizei. Als der erste Streifenwagen die Wohnung erreicht hatte, warf der 41-Jährige mehrere Gegenstände, darunter einen Ghettoblaster, durch eine Fensterscheibe auf den Gehweg. Nach Angaben der Polizei drohte er damit, „alle abzustechen“, und verbarrikadierte sich schließlich in der Wohnung.

Die Polizei forderte das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamts und die Verhandlungsgruppe der Polizeidirektion Hannover als Verstärkung an. Zeitgleich riegelten Beamte den Bereich rund um die Wohnung ab. Besucher des Stöckener Friedhofs mussten weite Umwege in Kauf nehmen, um zu den Gräbern ihrer Angehörigen zu gelangen. Die Mitglieder der Kirchengemeinde St. Adalbert, die nur wenige Häuser von dem Einsatzort entfernt liegt, konnten nach dem Ende der Messe nicht auf ihrem gewohnten Weg nach Hause gelangen.

Unterdessen erschien der 41-Jährige immer wieder am Fenster der Wohnung. Mal hatte er ein Messer, ein anderes Mal hielt er ein dickes Buch in der Hand. Zwischendurch machte er eindeutige Handzeichen, fuhr sich mit dem Zeigefinger der rechten Hand die Kehle entlang um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen.

Gegen 12.30 Uhr dann die entscheidende Wende: Der 41-Jährige öffnete die Wohnungstür und ließ seine 62-jährige Mutter und seine 25, 34 und 35 Jahre alten Brüder gehen. Der Täter dagegen verschanzte sich in einem Zimmer der Wohnung. Etwa 15 Minuten später erschütterte ein Knall das Viertel. Das SEK war in den Raum vorgedrungen, in dem sich der 41-Jährige versteckt hatte. Die vermummten Spezialkräfte überwältigten den Täter und führten ihn wenig später ab. Er sollte noch am Nachmittag einem Arzt vorgestellt werden, der darüber zu entscheiden hatte, ob der 41-Jährige in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden muss. Bei dem Einsatz wurden die Mutter des Täters und ein Beamter von einem Diensthund gebissen. Sie trugen leichte Verletzungen davon.

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