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Stadt Hannover Bekommen Park-and-Ride-Nutzer vergünstigte Tickets?
Aus der Region Stadt Hannover Bekommen Park-and-Ride-Nutzer vergünstigte Tickets?
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18:25 18.07.2017
Von Andreas Schinkel
Parken und sparen: Wer den Wagen – wie hier in Lahe – abstellt und in die Bahn umsteigt, soll nach dem Willen der SPD Rabatt genießen. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

„Wir müssen Park-and-Ride-Angebote attraktiver gestalten, um die Zahl der Autos in der City zu reduzieren“, sagt SPD-Verkehrsexperte und Fraktionsvize Lars Kelich. Das bedeute, die Stellflächen auszubauen und allen Pendlern, die in Stadtbahnen umsteigen, ein vergünstigtes Ticket anzubieten. Kelich schwebt ein Kombiticket „Park-Ride-Tram“ vor. Zudem sollten mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern eine kostengünstige Monatskarte (Job-Ticket) offerieren, meint er.

Die Üstra begrüßt grundsätzlich den Ausbau von P+R-Plätzen, steht einem Sondertarif aber skeptisch gegenüber. „Wie soll bewerkstelligt werden, dass nur Park-and-Ride-Nutzer in den Genuss der preiswerten Tickets kommen?“, fragt sich Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Die SPD vertraut auf technische Lösungen. Die Parkplätze könnten mit Schranken und Ticketautomaten versehen werden, schlägt SPD-Mann Kelich hervor. Wer auf einen Stellplatz fährt, erhält die Berechtigung, ein verbilligtes Stadtbahnticket zu ziehen. Mit der Fahrkarte kann später die Schranke für die Ausfahrt geöffnet werden. Die Regions-SPD schlägt vor, Park-and-Ride-Nutzern einen Bonus auf ein Stadtbahnticket gutzuschreiben. „Zunächst müssen wir aber herausfinden, welche Parkplätze besonders frequentiert sind und ausgebaut werden müssen“, sagt Kelich.

Im Stadtgebiet Hannovers gibt es derzeit ein Dutzend Park-and-Ride-Plätze mit unterschiedlichen Kapazitäten – von 19 Stellplätzen in Misburg bis 300 in Marienwerder. Einige Stellflächen sind oft überfüllt, was auch daran liegt, dass dort Menschen parken, die gar nicht mit der Bahn in die City fahren wollen. Nahe großer Unternehmen, etwa Johnson Controls in Marienwerder, werden die kostenlosen P+R-Plätze gern von Mitarbeitern genutzt. Dem will die Regionspolitik jetzt einen Riegel vorschieben.

Noch vor der Sommerpause beauftragte der Verkehrsausschuss auf Antrag der SPD die Infra, zuständig für Park-and-Ride-Plätze, ein Konzept gegen die Zweckentfremdung der Parkflächen zu entwickeln. Infra-Chef Stefan Harcke hatte zuvor betont, dass er keine Möglichkeit sehe, wie die Falschparker abgehalten werden können.

Die Initiative der SPD, Park-and-Ride attraktiver zu machen, findet bei den Grünen im Rat Unterstützung. „Aber das allein reicht nicht aus, um die Luftqualität zu verbessern“, sagt Grünen-Umweltexperte Patrick Drenske. Um die gesundheitsgefährdenden Stickoxide unter die EU-Grenzwerte zu drücken, müssten weitere Maßnahmen diskutiert werden. Er verweist auf einen Vorschlag der Grünen-Landtagsabgeordneten Maaret Westphely. Sie regt an, an Tagen mit hoher Schadstoffbelastung die Fahrt mit Bussen und Bahnen kostenlos anzubieten.     

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