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Nach Säure-Anschlag: Täter schreibt Vanessa Briefe aus Gefängnis

Fall Vanessa Münstermann Nach Säure-Anschlag: Täter schreibt Vanessa Briefe aus Gefängnis

Zwei Jahre nach dem Säure-Anschlag hat Vanessa Münstermann immer noch große Angst vor der Entlassung des Täters aus der Haft. „Er schreibt mir aus dem Gefängnis. Der Tonus ist, dass ich lüge und selber schuld bin“, berichtet die 29-Jährige in einem Interview.

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Sie begegnet ihrem Schicksal mit Stärke und Stolz. Vanessa Münstermann trägt nach dem Säureangriff durch ihren Exfreund Glasauge und den Kopf wieder oben. Tapfer und trotzig hat sie sich ihr Leben zurückgeholt.
 

Quelle: Kutter

Hannover.   Mit dem letzten Brief vor Weihnachten sei sie zur Polizei gegangen. „Dort sagte man mir, dass es darin keinen Anhaltspunkt für Ermittlungen gibt, weil alles Meinungsäußerungen sind.“

Vanessa Münstermanns Ex-Freund hatte sie an einem Montag im Februar 2016   unmittelbar vor dem Mehrfamilienhaus an der Bremer Straße in Leinhausen angegriffen, in dem die damals 27-Jährige wohnte. Der Täter trat aus einem Gebüsch und schüttetet seinem Opfer Säure ins Gesicht. Vanessa Münstermann erlitt schwere Verätzungen im Gesicht und auf dem Oberkörper, verlor ihr linkes Auge.  Der Täter wurde zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Doch sie hat nicht aufgegeben, steht zu ihren Narben und kämpft sich ins Leben zurück. Sie hat einen Verein gegründet und berät Menschen, die ebenfalls durch Narben und Säure entstellt sind, wie sie bei einem  Stadtspaziergang mit der HAZ berichtet hat. Am kommenden Sonntag (18.2.) lädt sie zu einem Empfang ein, um sich bei Unterstützern zu bedanken und gemeinsam mit anderen Betroffenen Gesicht zu zeigen. Bereits am Donnerstag (16.2.) zeigt das WDR Fernsehen in der Reihe „Menschen hautnah“ ein Porträt über das Leben der jungen Frau nach dem Säure-Angriff.

Von dpa

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