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Schüler erinnern an Deportation von Juden

Opernplatz Schüler erinnern an Deportation von Juden

Genau 1001 Juden aus Hannover wurden am 15. Dezember 1941 nach Riga deportiert, nur 69 von ihnen überlebten den Krieg. Am Mahnmal am Opernplatz erinnerten Schüler der Humboldtschule jetzt an ihr Schicksal.

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Bewegende Gedenkveranstaltung: Mit einer Kranzniederlegung wurde der im Dezember 1941 aus Hannover deportierten Juden gedacht.
 

Quelle: Benne

Hannover.   Sie ließen blaue und weiße Luftballons in den Himmel steigen – zur Erinnerung an jene 1001 Juden, die am 15. Dezember 1941 aus Hannover nach Riga deportiert wurden. In einer bewegenden Gedenkveranstaltung haben Schüler der Humboldtschule am Holocaust-Mahnmal am Opernplatz an das Schicksal der Verschleppten erinnert. „Wir können die Grausamkeit der Geschehnisse nicht mildern“, sagte die 20-jährige Sanja Sulejmanovic. Doch es sei die Aufgabe der jungen Generation, Wachsamkeit und Anteilnahme aufrecht zu erhalten.

Auf Karten an den 100 Luftballons standen die Namen der Deportierten, von denen nur 69 das Kriegsende erlebt hatten. Außerdem ist auf den Karten ein QR-Code verzeichnet, der zu einer von den Schülern gestalteten Website führt. „So können sich Finder über ihr Schicksal informieren“, sagt Sanja Sulejmanovic. Bei der Gedenkfeier stimmte der jüdische Kantor Assaf Levitin das Totengebet an. Oberbürgermeister Stefan Schostok sowie Vertreter von Kirchen- und Synagogengemeinden lebten Kränze am Mahnmal nieder.

Am 17. Dezember wird der Opernplatz zu einem Ort jüdischen Lebens: Um 16 Uhr beginnt dort die öffentliche Feier des Chanukka-Festes.

Von Simon Benne

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