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Stadt Hannover Schulsozialarbeiter legen Erfolgsbilanz vor
Aus der Region Stadt Hannover Schulsozialarbeiter legen Erfolgsbilanz vor
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08:18 05.12.2014
Von Saskia Döhner
Schulsozialarbeiter wie Jonas Schumann an der Peter-Ustinov-Schule ziehen eine positive Bilanz ihrer Arbeit. Quelle: Wolffson
Hannover

Finanziert hatte dies zunächst der Bund mit insgesamt 5,4 Millionen Euro im Zuge des Bildungs- und Teilhabepakets. Seitdem der Rat der Stadt Ende 2013 beschlossen hatte, das Projekt zu verlängern, unterstützt die Stadt die Schulsozialarbeit jährlich mit 2 Millionen Euro.

„Das Projekt ist ein niedrigschwelliges präventives Angebot der Jugendhilfe an den Schulen“, sagte Anke Broßat-Warschun, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Familie. „Für die Stadt ist es ein sehr erfolgreiches Programm.“ Es sei den Sozialarbeitern gelungen, ein gutes Verhältnis zu den Eltern und Kindern, aber auch zu den Lehrern aufzubauen. Das größte Problem sei es anfangs gewesen, in den Schulen, in denen ohnehin Raumnot herrsche, ein Büro für die Sozialarbeiter zu finden, berichtete sie.

An der Hinrich-Wilhelm-Kopf-Grundschule in Kleefeld arbeitet jetzt eine Sozialarbeiterin 30 Stunden in der Woche. Rektorin Michaela Venskaitis, freut sich, dass an der Ganztagsschule jetzt nicht mehr nur eine Vormittagskraft im Einsatz ist: „Erstmals sind Vor- und Nachmittag miteinander verknüpft, und berufstätige Eltern, die um 13 Uhr keinen Termin wahrnehmen können, kommen dann eben später.“ Für die Eltern, die zur Hälfte nicht deutscher Herkunft seien und teils überhaupt kein Deutsch sprächen, sei die Sozialarbeiterin eine wichtige Vertrauensperson. Sie helfe ihnen bei der Bearbeitung der Anträge für das Bildungs- und Teilhabepaket und entlaste damit auch die Schulsekretärin. Lehrer müssten sich weniger um Konflikte zwischen den Schülern kümmern, die mit ihren Problemen immer häufiger zu der Sozialarbeiterin kämen.

In den vergangenen zwei Schuljahren gab es knapp 23 000 Beratungen mit Schülern und Eltern, davon die meisten im Schuljahr 2013/14. In 5100 Fällen ging es um Fragen zu Einzelleistungen aus dem Bildungspaket. Die Zahl der Schulausschlüsse ist in dieser Zeit von 138 auf 80 gesunken, auch die Zahl der Ordnungsverfahren wegen Schulschwänzens sank um ein Viertel von 146 auf 110. Zudem gab es 556 Gruppenangebote wie Lernfördermaßnahmen, soziales Training, Deutschkurse und Elternunterstützung.

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