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Stadt Hannover Wird das Verfahren gegen Christine S. wieder aufgenommen?
Aus der Region Stadt Hannover Wird das Verfahren gegen Christine S. wieder aufgenommen?
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00:21 30.08.2018
Wird der Fall der verurteilten Doppelmörderin Christine S. aus Hannover wieder aufgenommen? Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Der Fall der zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilten Doppelmörderin Christine S. aus Hannover wird möglicherweise erneut ein Fall für die schwedische Justiz. Matthias Waldraff, der Rechtsanwalt der heute 42-Jährigen, möchte, dass der Fall neu aufgerollt wird. „Wir arbeiten derzeit intensiv an der Wiederaufnahme des Verfahren“, sagte er. Offizielle Anträge seien derzeit aber noch nicht eingereicht worden. „Damit ist frühestens im Herbst zu rechnen“, sagt der Strafverteidiger.

Christine S. war in einem umfangreichen Verfahren für schuldig befunden worden, im März 2008 in der schwedischen Kleinstadt Arboga die neue Lebensgefährtin ihres ehemaligen Freundes aus Eifersucht schwer verletzt und die beiden Kinder der Frau mit einem Hammer erschlagen zu haben. Während des Verfahrens hatte Christine S., die derzeit in der JVA Vechta ihre Strafe absitzt, stets ihre Unschuld beteuert. Bei ihren Aussagen verstrickte sie sich allerdings immer wieder in Widersprüche.

Gericht genügten Indizien

Sie wurde verurteilt, obwohl am Tatort keinerlei Spuren, keine Fingerabdrücke und keine DNA-Spuren gesichert werden konnten. Dem schwedischen Gericht genügten Indizien wie das in der Nähe des Tatorts geortete Handy der jungen Frau.

Um die Wiederaufnahme eines Verfahren zu erreichen, müssen neue und gewichtige Erkenntnisse vorliegen, die bislang in dem Verfahren keine Rolle gespielt haben. Nach Angaben von Rechtsanwalt Matthias Waldraff hat eine Team in intensiven Recherchen diese neuen Erkenntnisse tatsächlich zu Tage gefördert. Um welche es sich im Einzelnen handelt, will der Jurist derzeit mit Blick auf den bevorstehenden Antrag nicht sagen. Der oberste Gerichtshof in Schweden hat allerdings bereits einen ersten Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahren im Fall Christine S. im Jahr 2012 abgelehnt.

Von Tobias Morchner

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