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Stadt Hannover Rechte Demo zieht nicht durch die Innenstadt
Aus der Region Stadt Hannover Rechte Demo zieht nicht durch die Innenstadt
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18:57 09.06.2018
Die Polizei trennt die beiden Lager der Demonstranten, um Reibungen zu verhindern. Quelle: Foto:Christian Elsner HAZ / NP
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Hannover

Vor dem Hauptbahnhof hat am Sonnabend ein Bündnis rechter und rechtsradikaler Gruppierungen gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und eine vermeintliche Meinungsdiktatur in Deutschland demonstriert. Unter dem Motto “Zeit für Deutschland” fanden sich nach Angaben der Polizei rund 60 Teilnehmer in der Innenstadt ein. Ihnen standen etwa 200 Gegendemonstranten entgegen.

Vor dem Hauptbahnhof demonstrieren rechte Gruppierungen gegen eine vermeintliche Meinungsdiktatur und die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Quelle: Tobias Morchner

Rund 40 Minuten nach Beginn der Demo kam es zu leichten Ausschreitungen. Linke Gegendemonstranten versuchten mehrfach, die Teilnehmer anzugreifen und ihnen Transparente und Fahnen zu entreißen. Die eingesetzten Beamten gingen allerdings schnell dazwischen und bildeten eine Polizeikette, um die beiden Gruppen voneinander zu trennen.

Demo bleibt am Ernst-August-Platz

Weitere Gewalt gab es im Verlauf der Veranstaltung nicht. Die Gegendemonstranten unternahmen lediglich den Versuch, durch Pfiffe und Gesänge die rechten Redner zu übertönen und zu stören. Von einem Demonstrationszug durch die Innenstadt sahen die rechten Gruppierungen jedoch ab. Daher kam es auf dem Cityring auch nicht zu den befürchteten Verkehrsbehinderungen.

„Unfreiwilliger Spendenlauf“ als kreativer Protest gegen Rechts

Zur Teilnahme an der Demo hatten unter anderem die „Bürgerbewegung Pro NRW“, das „Bürgerbündnis Havelland“ und eine Gruppierung namens „Wir für Österreich“ aufgerufen. Dem wollen sich unterschiedliche Organisationen und Unternehmen entgegenstellen – und zwar mit einem „unfreiwilligen Spendenlauf“. DGB, der Flüchtlingsrat und die AWO Region Hannover hatten im Vorfeld mitgeteilt, pro Teilnehmer der rechten Demo und pro gelaufenem Kilometer Geld an den Flüchtlingsrat Niedersachsen spenden zu wollen.

Obwohl der „Spendenlauf“ am Ende des Tages ausblieb, wird der Flüchtlingsrat dennoch nicht leer ausgehen. Mehrere Firmen hatten bereits vor einigen Tagen versichert, eine Summe von mindestens 2500 Euro zu spenden – unabhängig von gelaufenen Kilometern und der Teilnehmeranzahl auf Seiten der Rechten.

Von Tobias Morchner/ms

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