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Stadt Hannover So wirkt sich das Klimapaket auf Hannover aus
Aus der Region Stadt Hannover So wirkt sich das Klimapaket auf Hannover aus
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00:18 06.12.2014
Von Bernd Haase
Die Bundesregierung will vor allem die Wärmedämmung für Gebäude mit zusätzlichen Milliardenbeträgen fördern. Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Hannover

In Hannover haben sowohl der Stadtwerkefonds Proklima als auch Vertreter von Mieterbund und Immobilienbesitzerverein Haus & Grundeigentum das Aktionsprogramm Klimaschutz der Bundesregierung gelobt – zum Teil allerdings nur mit Einschränkungen. Um die Kohlendioxid-Emissionen zu senken, will die Bundesregierung vor allem die Wärmedämmung für Gebäude mit zusätzlichen Milliardenbeträgen fördern.

„Wir sind froh, dass die Energieeffizienz den Stellenwert bekommt, den sie verdient“, sagt Harald Halfpaap, Geschäftsführer von Proklima. Der Fonds wurde vor 16 Jahren ins Leben gerufen und unterhält eigene Förderprogramme. Bisher haben laut Halfpaap 1300 Hausbesitzer Geld für Dämmung bekommen; ausgezahlt wurden 2,1 Millionen Euro. „Unser Prinzip ist es, erst Bundesfördermittel in die Region zu holen und dann selber etwas draufzupacken“, schildert Halfpaap. Deshalb erwartet er durch das Programm aus Berlin positive Auswirkungen auf die Arbeit vor Ort.

Rainer Beckmann, Vorsitzender von  Haus- und Grundeigentum, spricht von einer notwendigen Maßnahme, hält die Summen aber noch für zu niedrig: „Das Problem ist, dass für den einzelnen Immobilienbesitzer Dämmung nach wie vor ein Minusgeschäft ist.“ Aufwendungen ließen sich durch höhere Mieteinnahmen nicht kompensieren. Dies werde sich auch durch die Milliardenzuschüsse aus dem Aktionsplan nicht ändern.

Auswirkungen auf Mieten treiben auch Randolph Fries um, Geschäftsführer des Mieterbundes. Er hat aber einen anderen Blickwinkel. „Es ist gut, wenn man den Energieverbrauch in den Häusern schnell senkt“, sagt er. Es müsse allerdings vom Gesetzgeber gewährleistet werden, dass Mieterhöhungen nach Modernisierungen die Mieter nicht über die Gebühr belasten. Zuletzt häufig geübte Kritik, die Dämmung von Häusern senke den Energieverbrauch nicht so stark wie behauptet und diene letztlich vor allem den Geschäften der Baustoffproduzenten, hält Fries für unangebracht. „Wir wissen aus Statistiken, dass die Kosten für Heizung nach Dämmung merkbar zurückgehen“, betont er.

Wie viele Häuser in Hannover schon gedämmt sind, ließ sich gestern nicht ermitteln. Nach Angaben der Stadt gibt es dafür auch keine Meldepflicht. Aus dem Jahr 2008 stammt eine Erhebung der Leibniz Universität. Danach ist der Bestand an zumindest teilweise gedämmten Immobilien in der Stadt zu diesem Zeitpunkt um jährlich etwa zwei Prozent gestiegen. Die meisten, die modernisierten, entschieden sich für den Einbau energieeffizienter Fenster und für die Dämmung der Dächer.

Was die Klimaziele angeht, haben sich die Stadt und die Region Hannover denen der Bundesregierung angeschlossen – auch sie wollen in ihrem Bereich den Ausstoß bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent gegenüber den Werten von 1990 senken. Bei der Stadt sollen die Stadtwerke durch den Umstieg auf Ökoenergie den Löwenanteil beisteuern.

Das steht im Aktionsprogramm

Wer eine neue Heizung in sein Haus baut oder Wände, Fenster und Dach dämmt, kann je nach Umfang der Maßnahme zehn bis 25 Prozent der Investitionskosten gestreckt über zehn Jahre steuerlich absetzen. Diese Erleichterung wird zusätzlich zu bereits existierenden Förderprogrammen gewährt. Der Wehrmutstropfen: Im Gegenzug soll
der Handwerkerbonus, also die bisher gewährte Steuererleichterung für Leistungen aller Art, entfallen. Die Regelungen sollen möglichst zum 1. Januar 2015 in Kraft treten – wenn politische Beschlüsse erst später fallen, dann rückwirkend.
In Hannover erteilt der Stadtwerke-fonds Proklima unter der Telefonnummer (05 11) 4 30-19 70 Auskünfte über Förderprogramme. Informationen stehen auch auf der Internetseite www.proklima-hannover.de

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