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Stadt Hannover So hat der Herbststurm in der Region Hannover gewütet
Aus der Region Stadt Hannover So hat der Herbststurm in der Region Hannover gewütet
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09:05 14.09.2017
Zahlreiche Bäume sind in der Region umgeknickt, der Herbststurm sorgt für zahlreiche Zugausfälle. Quelle: HAZ-Montage/Elsner
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Hannover

Nach dem ersten großen Herbststurm des Jahres müssen Pendler im Berufsverkehr in Norddeutschland auch am Donnerstagmorgen noch mit den Folgen kämpfen. Orkantief „Sebastian“ war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern über Norddeutschland gezogen. 

Zwei Menschen sind durch den Herbststurm Sebastian ums Leben gekommen. Dazu kam es zu schweren Sachschäden.

Etliche Bäume wurden entwurzelt, Baugerüste umgeworfen. Im Hochsauerlandkreis fiel eine 20 Meter hohe Fichte auf einen 53-jähriger Mann, der dabei tödlich verletzt wurde. In Hamburg wurde ein Mann von einem umgestürzten Baugerüst getroffen und starb. Am späten Mittwochabend setzte eine Sturmflut den Fischmarkt im Stadtteil St. Pauli unter Wasser.

Besonders betroffen vom Sturmtief „Sebastian“ waren der nördliche Bereich Niedersachsens und Bremen. Die Bahn meldete zahlreiche Zugausfälle. Doch auch die Region Hannover verzeichnet einige Vorfälle. Allein in Hannover wurden bis Donnerstagmorgen insgesamt rund 100 sturmbedingte Einsätze gezählt.

Zugausfälle

Alle aktuellen Zugausfälle.

Reisende müssen im Hauptbahnhof warten

Vor dem Infoschalter im Hauptbahnhof hatte sich am frühen Abend eine lange Schlange von Reisenden gebildet: Vor allem im Fernverkehr kommt es zu Ausfällen und Verspätungen. In Richtung Süden mussten Reisende geduldig sein. Fernzüge nach München oder Karlsruhe hatten bis zu 60 Minuten Verspätung. Am Abend hatte sich die Lage weitestgehend beruhigt. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind im Norden weiterhin vier Strecken gesperrt, auf einigen weiteren waren nur einzelne Gleise befahrbar.

Die Bahn setzte nach eigenen Angaben Hunderte Mitarbeiter ein, um die Sturmschäden zu beseitigen. So mussten Bäume von den Gleisen geräumt und beschädigte Oberleitungen repariert werden. Für gestrandete Passagiere stellte die Bahn Hotelzüge in den Bahnhöfen von Bremen, Dortmund, Hamburg und Hannover bereit. Dort konnten Reisende übernachten. Das Technische Hilfswerk habe Decken organisiert, sagte ein Bahnsprecher. Außerdem seien die Reisenden mit Suppen und Getränken versorgt worden.

Kite-Surfer wird im Sturm schwer verletzt

Schwer verletzt wurde ein Kite-Surfer nach Sturmböen am Mittwoch Mittag am Mardorfer Nordufer aus dem Steinhuder Meer gerettet. Der Mann erlitt beim Sport einen offenen Oberschenkelbruch, Passanten halfen, ihn aus dem Wasser zu ziehen. Auch Feuerwehr Steinhude und Wasserrettung hatten zuvor im Wasser nach dem Mann gesucht. "In der Alarmmeldung hieß es, er habe einen Unterschenkel verloren", berichtet Sprecher Marcel Nellesen schaudernd. Letztlich zogen aber Passanten den Mann aus dem Wasser, der dann im Rettungswagen notversorgt und schleunigst abtransportiert wurde. Mehr dazu.

Feuerwehr holt umgestürzten Baum von Autobahn 37

Ein Windstoß war der letzte seines Baumlebens an der Autobahn 37. Kurz vor der Auffahrt zur A7 stürzte am Mittwochnachmittag ein Laubbaum auf die Fahrspur in Richtung Hildesheim. Helfer der Ortsfeuerwehr sicherten die Stelle ab und halfen beim Aufräumen. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen. Mehr dazu.

Kastanie an der Schulenburger Landstraße umgeknickt

Am Nachmittag rückte auch die Feuerwehr Hannover zu ihrem ersten Sturmeinsatz aus. An der Schulenburger Landstraße in Höhe des Vinnhorster Wegs war eine etwa 20 Meter hohe Kastanie vom Wind umgeknickt worden. Glücklicherweise blockierte der Baum nicht Straße. dennoch kam es im Berufsverkehr zu starken Beeinträchtigungen, weil die Feuerwehr den Baum zersägen musste und somit die Schulenburger Landstraße einseitig blockierte. Schäden an Gebäuden gab es nicht zu verzeichnen.

Langenhagen: Bäume stürzen bei Sturm auf die Straße

Die Ortsfeuerwehren in Langenhagen sind am Mittwochnachmittag gleich zu mehreren sturmbedingten Einsätzen gerufen worden. Wegen der zum Teil heftigen Windböen wurden Bäume entwurzelt. Zudem wurden die Ehrenamtlichen wegen einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. Mehr dazu.

Sturm zerbricht Bäume in der Wedemark

Der Sturm hat auch in der Wedemark einige Schäden in der Wedemark verursacht. So rückte die Feuerwehr Brelingen aus, um auf der Straße Auf dem Mühlenberg einen Baum zu fällen. Der heftige Wind hatte einen Teil der Krone abbrechen lassen. Die dicken Äste fielen auf die Fahrbahn. Mehr dazu.

Seelze: Eiche stürzt auf Lenther Straße

Durch den Sturm ist gegen 15 Uhr eine Eiche auf die Lenther Straße in Kirchwehren gestürzt. Die Ortsfeuerwehren Kirchwehren, Lathwehren und Almhorst waren mit insgesamt 22 Leuten im Einsatz und zersägten den Stamm. Nach etwa 30 Minuten war die Straße wieder befahrbar. Mehr dazu.

Garbsen: Wind knickt Baum am Kindergarten um

Der Wind hat einen Baum ama Kindergarten St. Raphael im Stadtteil Auf der Horst umgeknickt. Die Ortsfeuerwehr Garbsen rückte daraufhin an und fällte den Rest mithilfe einer Kettensäge. Auch die Feuerwehren aus Osterwald, Schloß Ricklingen und Berenbostel waren im Einsatz. Mehr dazu. 

Baum fällt auf Triftstraße in Rethmar

Auch das Sehnder Stadgebiet war getroffen. In Rethmar stürzte ein Baum auf die Triftstraße. Nach Angaben eines Feuersprechers wurde dabei niemand verletzt. Mehr dazu.

Gehrden: Gleich mehrere Bäume knicken um

An der Osterstraße in Leveste rückten die Einsatzkräfte aus, weil eine rund 25 Meter hohe Buche unter der Last des Windes gebrochen und auf die Straße gestürzt war. Fast zeitgleich stürzten auch zwischen Redderse und Langreder sowie Lemmie und Weetzen Bäume um. Mehr dazu.

Wunstorf: Wind wirft Bäume um - auch Bus in den Weg

Kräftige Sturmböen haben am Mittwochmittag Bäume im Stadtgebiet umkippen lassen und Feuerwehreinsätze ausgelöst. In Bokeloh war gegen 12.15 Uhr ein Baum so auf die Alte Dorfstraße gestürzt, dass ein Linienbus warten musste.

r./kad/tm/man

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