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Sorge um Public Viewing zur Fußball-EM

Lärmbelästigung Sorge um Public Viewing zur Fußball-EM

Wegen möglicher Lärmbelästigungen der Anwohner beschäftigt das Public Viewing zur anstehenden Fußball-EM jetzt die Umweltministerien von Bund und Land.

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Bei der Fußball-WM vor zwei Jahren fieberten die Fans auch an der Parkbühne mit.

Quelle: Dröse

Hannover. Das gemeinschaftliche Mitfiebern vor riesigen Leinwänden bei sportlichen Großereignissen hat sich seit geraumer Zeit etabliert. Die nächste Veranstaltung, bei der dieses sogenannte Public Viewing auch in Hannover wieder Massen auf die Beine bringen soll, wird die Fußball-Europameisterschaft sein, die vom 8. Juni bis zum 1. Juli stattfindet. Das Thema beschäftigt nun die Umweltministerien von Bund und Land – und zwar wegen möglicher Lärmbelästigungen für Anwohner.

Was genau in Hannover geplant ist, will die Stadt erst nach den Ostertagen verraten. „Wir werden aber wieder Angebote machen“, sagt eine Sprecherin. Bei der Weltmeisterschaft 2006 gab es ein großes Public Viewing auf dem Waterlooplatz.Während der Europameisterschaft vor vier Jahren hatten die Stadt und der Veranstalter Hannover Concerts zunächst die Parkbühne zur Fernseharena gemacht. Wegen des großen Andrangs kamen beim Spiel Deutschland gegen die Türkei noch der Steintorplatz und beim Endspiel zwischen Deutschland und Spanien die AWD-Hall und der Parkplatz des Landessportbundes hinzu. Allein diese Partie verfolgten dort knapp 30.000 Fans – nicht gerechnet diejenigen, die sich die Übertragungen in Biergärten und Sportkneipen mit Außengastronomie ansahen.

Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) sieht das Vergnügen nun in Gefahr und hat deshalb einen Brief an seinen Amtskollegen im Bund, Norbert Röttgen (CDU), geschrieben. Birk­ner weist darauf hin, dass „Public Viewing auf die Nutzung öffentlicher Räume angewiesen und mit nicht unerheblichen Geräuschpegeln verbunden ist.“ Vor allem Spiele in den späten Abendstunden könnten dabei in Konflikt mit den Regeln der Technischen Anleitung (TA) Lärm geraten, die die Nachtruhe der Bevölkerung schützen, sorgt sich der Minister. Sein Vorschlag: Röttgen möge temporär geltende „Public Viewing Verordnungen“ erlassen, wie es sie bereits bei vergangenen Welt- und Europameisterschaften gegeben habe und die Rechtssicherheit schüfen. Er sei überrascht, schreibt Birkner, dass eine solche Verordnung bisher fehle: „Ich bitte Sie, dies auch diesmal zu praktizieren. Die Zeit drängt.“

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