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Stadt Hannover Verband kündigt Förderprogramm Kleingärten
Aus der Region Stadt Hannover Verband kündigt Förderprogramm Kleingärten
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00:20 29.06.2018
Nicht jeder Pächter schafft es, einen Kleingarten in eine Idylle mit Bienenstöcken zu verwandeln. Quelle: HAZ
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Hannover

Der Bezirksverband der Kleingärtner steigt aus dem Förderprogramm Kleingärten aus. Seit 2004 haben die Stadt und der Verband aus einem gemeinsamen Budget per Darlehen ärmeren Familien zu einem Pachtgarten verholfen. Die rückzahlbare Beihilfe von maximal 2500 Euro half neuen Pächtern dabei, den Abstand für Pflanzen und Bauten auf dem Grundstück aufzubringen.

„Aber in jüngster Zeit haben sich die Problemfälle gehäuft. Wir müssen Leute aus den Pachtverträgen hinausklagen und wären auf Mithilfe der Stadt angewiesen“, berichtet Rechtsanwalt Andreas Hildebrand, der den Verband vertritt. Inzwischen vermittle die Stadt Gärten auch an Menschen, die sich in Privatinsolvenz befinden. „Sie dürfen gar kein Pachtverhältnis eingehen, ohne dies mit ihrem Insolvenzverwalter abzusprechen“, bemängelt Hildebrand. Unter den Kleingärtnern, die über das Förderprogramm in einen Verein kommen, gebe es zunehmend Menschen, die die Pacht schuldig bleiben und sich nicht um den Zustand ihrer Parzelle kümmern.

„Die Gärten sehen fürchterlich aus und unsere Ehrenamtlichen haben Stress mit den Pächtern drumherum“, berichtet der Anwalt. Am Ende müsse der Vereinsvorsitzende für ausbleibende Pacht haften. Das finanzielle Risiko durch Pachtausfall, Anwalts- und Gerichtskosten könne der Bezirksverband nicht tragen. Vor gut einem Jahr hat der Verband dem städtischen Fachbereich Soziales die Probleme geschildert. „Wir hätten uns gewünscht, dass die Stadt das Risiko abfedert“, sagt Hildebrand. Ein Ersatz für entgangene Pacht sei aber nicht durch Ratsbeschluss gedeckt, heißt es von der Stadt.

Dabei war das Programm einst erfolgreich gestartet. Die Idee hatte der damalige Sozialdezernent Thomas Walter aufgebracht und fand bei den Kleingärtnern offene Ohren, auch weil damals rund 1.500 Gärten leer standen. Inzwischen stehen nur noch 400 Gärten frei. Seit 2004 hat die Stadt 199 Darlehen vergeben. 136 sind komplett zurückgezahlt. 63 Darlehen werden noch in monatlichen Raten beglichen.

„Es handelt sich um ein gutes und hilfreiches Programm. Diese Rückmeldung bekommen wir regelmäßig von den Kleingärtnervereinen“, betont Stadtsprecher Dennis Dix. Die Stadtverwaltung will nun noch einmal das Gespräch mit dem Bezirksverband suchen.

Von Bärbel Hilbig

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