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Stadt Hannover Sparkasse Hannover schließt Filialen
Aus der Region Stadt Hannover Sparkasse Hannover schließt Filialen
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00:15 12.12.2014
Von Albrecht Scheuermann
Wird geschlossen: Die Sparkassen-Filiale an der Harzburger Straße. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Weil immer weniger Kunden in die Filialen kommen, reduziert die Sparkasse Hannover ihre Präsenz im Geschäftsgebiet. Neben einigen Schließungen sieht das am Dienstag vorgestellte Standortkonzept stark reduzierte Öffnungszeiten in einer Reihe von ländlichen Standorten vor. In zahlreichen weiteren Zweigstellen will das führende Kreditinstitut der Region aber auch ihre Öffnungszeiten ausweiten.

„Das Kundenverhalten hat sich radikal geändert“, begründete Sparkassen-Chef Heinrich Jagau das neue Standortkonzept. Immer weniger Kunden kämen in die Filialen, während das Onlinebanking mittels PC, Tablet oder Smartphone stark zunehme. Nach Sparkassenangaben werden von ihren 450 000 Girokonten inzwischen 120 000 rein online geführt. Auch das Telefonbanking werde stark genutzt. Im Schnitt sucht laut Jagau ein Kunde der Sparkasse nur noch einmal im Jahr für eine Beratung seine Filiale auf. Dagegen nehme er fünfzehnmal im Monat online oder telefonisch Kontakt auf.

Das inzwischen vom Verwaltungsrat gebilligte Standortkonzept sieht, wie Vorstandsmitglied Jens Bratherig erläuterte, die Schließung von drei Filialen vor. Allerdings fallen insgesamt sogar sechs Standorte weg, weil die Sparkasse in drei weiteren Fällen von einer „Zusammenlegung“ spricht. Insgesamt besteht das Filialnetz derzeit aus 114 Standorten, künftig werden also nur noch 108 sein. Die Schließungen sollen bis Ende kommenden Jahres vollzogen sein.

Service

An insgesamt fünfzehn Standorten im hannoverschen Umland soll es dagegen ab Jahresmitte 2015 erheblich eingeschränkte Öffnungszeiten geben. Sie werden Bratherig zufolge nur noch montags und donnerstags geöffnet sein. Geld- und Selbstbedienungsautomaten bleiben jedoch jederzeit nutzbar. Zudem könnten die Kunden auch Beratungstermine außerhalb der normalen Zeiten vereinbaren, sagte Bratherig. Die fünfzehn betroffenen Zweigstellen werden jeweils von Mitarbeitern einer anderen Filiale betreut, die Sparkasse spricht deshalb von einer Tandemlösung.

Für die Sparkasse sei es wichtig gewesen, die Präsenz in der Fläche nicht zu veringern, hieß es. „Wir nehmen unseren öffentlichen Auftrag ernst“, sagte Jagau. Deshalb sei die Schließung keine Alternative gewesen. „Wir bleiben vor Ort, verdichten aber die Zeiten und reduzieren das Warten unserer Mitarbeiter auf Kunden.“ Der Verwaltungsrat habe das Konzept einstimmig gebilligt. „Es ist unabdingbar, dass die Sparkasse ihr gutes Geschäftsmodell für die nächsten Generationen stabil und überlebensfähig macht“, erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende, Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Bratherig hob hervor, dass die Tandemlösung kein „Rausschleichmodell“ sei. Es solle also nicht eine spätere vollständige Schließung vorbereiten. Allerdings heißt dies auch nicht, dass weitere Schließungen ausgeschlossen sind. „Wir sehen uns unser Filialnetz regelmäßig an.“

Zu dem neuen Konzept gehört aber auch ein erweitertes Beratungsangebot an vielen Standorten. In insgesamt 47 Filialen will die Sparkasse einen sogenannten Dienstleistungsabend anbieten, der eine Beratung bis 19.30 Uhr ermöglicht. Auch die Beratung am Sonnabend soll an einzelnen Standorten künftig möglich sein. Ein zusätzlicher Personalabbau ist mit den neuen Plänen nicht verbunden, sagte Jagau. Die Sparkasse hatte vergangenes Jahr den Abbau von 200 Stellen bis Ende 2015 angekündigt.

Derzeit denken die meisten Banken und Sparkassen über ihre Filialnetze nach. So hatte kürzlich die Hannoversche Volksbank die Schließung von Zweigstellen angekündigt, auch die Nord/LB will ihre Filialnetz in der Region Braunschweig ausdünnen.

Diese Filialen werden Ende 2015 geschlossen

Hannover:
Großer Kolonnenweg (Vahrenwalder Str. 172) und Harzer Viertel (Harzburger Str. 12). 

Ende kommenden Jahres wird zudem die derzeit in der Zentrale am Aegidientorplatz betriebene Filiale geschlossen. Allerdings können hier gewerbliche Kunden weiterhin Bargeld abliefern oder abholen. Die Sparkasse hat das Gebäude an den hannoverschen Unternehmer Gregor Baum verkauft. Im Immobiliencenter Karmarschstraße entsteht dafür ein „exponierter Beratungsstandort“ mit Öffnung am Sonnabend.

Laatzen:
Zweigstelle Alt-Laatzen (Hildesheimer Str. 62).

Diese Filialen werden zusammengelegt

Hannover:
Küchengarten (Limmerstr. 12) und Limmerstraße (Limmerstraße 65); Vier Grenzen (Podbielskistr. 93) und Pelikan (Podbielskistr. 140)

Springe:
Zweigstellen Bahnhofstr. 11-13 und Zum Oberntor 33.

In diesen Fällen seien die neuen Standorte noch nicht festgelegt, heißt es von der Sparkasse.

Filialen mit geänderten Öffnungszeiten und Angeboten

Burgdorf

Burgwedel

Garbsen

Gehrden

Isernhagen

Laatzen

Langenhagen

Neustadt

Pattensen

Ronnenberg

Uetze

Wedemark

Wennigsen

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