Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Wo darf man denn hier nun parken?
Aus der Region Stadt Hannover Wo darf man denn hier nun parken?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 25.12.2016
Von Mathias Klein
Nur, dass das mal klar ist: So, wie der dunkelgrüne Opel Corsa parkt, ist es richtig. Denn mitnichten handele es sich bei dem gepflasterten Randstreifen um einen Parkstreifen, sagt die Stadt.  Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Nach einem beispiellosen Hin und Her um das Parken vor ihrer Haustür fühlen sich Bewohner der Südstädter Kortumstraße von der Stadt gegängelt. Während viele Autofahrer verunsichert sind und nicht mehr wissen, wie dort geparkt werden darf, schickt das Rathaus beständig Mitarbeiter des Verkehrsaußendienstes in die kleine, eher abgelegene Straße, und lässt in großen Mengen Bußgeldbescheide zu je 20 Euro verteilen.

Es gab zunächst kein Schild

Eigentlich sollte alles schöner werden: Als in diesem Jahr Bauarbeiter aus der Kortumstraße wieder abrückten, waren die Anwohner überzeugt, dass das mühsame Parken halb auf dem Gehweg auf der südlichen Straßenseite vorbei sei. Schließlich hatte doch die Stadt nunmehr dafür gesorgt, dass es sowohl links als auch rechts der Straße Parkbuchten gab - deutlich mit Naturpflastersteinen von der Fahrbahn abgesetzt. Auch die vor dem Umbau vorhandenen Markierungen zum halbhohen Parken auf dem Gehweg waren nach den Bauarbeiten nicht mehr vorhanden. Und es gab auch kein Schild, das das Gehwegparken vorschrieb.

Also parkten die Anwohner auf dem neuen vermeintlichen Parkstreifen. Bis sich die Müllabfuhr und einzelne Anwohner darüber beschwerten, dass die Straße nun ein wenig eng geworden sei. Anfang des Monats stellten Arbeiter plötzlich ein Schild auf, das an der südlichen Straßenseite das Gehwegparken vorschreibt.

„Das Schild haben viele Anwohner gar nicht bemerkt“, berichtet die Südstädterin Jeanette Eickmann. Ein anderer Anwohner berichtet, dass die Politessen nahezu täglich durch die Straße zögen.

Die Stadt findet den Vorgang völlig normal. Sie bestreitet, dass es sich bei den neuen Randstreifen um Parkstreifen handelt. Weiterhin gelte, dass die Autos auf der Südseite (Bild rechts) halbhoch auf dem Gehweg parken müssten, sagt Rathaussprecher Udo Möller. Das habe die Verwaltung auch mit einem Schild verdeutlicht. Laut Möller wurden seit dem 8. Dezember mehr als 50 Fahrzeughalter angezeigt, weil sie nicht auf dem Gehweg, sondern auf der gepflasterten Fläche parkten.

„Willkür der Stadtverwaltung"

Wie andere Anwohner fühlt sich Jeanette Eickmann der „Willkür der Stadtverwaltung ausgesetzt“. Erst gebe es ein Hin und Her um die Parkplätze, und dann schicke das Rathaus reihenweise Politessen in die Kortumstraße. Vor der Regelung mit dem Gehwegparken hätte es zumindest eine Information der Anwohner und eine Kulanzregelung geben müssen, meint die 49-Jährige. Diese habe es nicht gegeben, weil es aus Sicht des Rathauses keine Änderung der Parkregelung gegeben habe, sagt Stadtsprecher Möller.

Inzwischen sind neue Parkflächen halb auf dem Gehweg mit Sprühfarbe markiert. Die Markierung werde bei besserem Wetter erneuert, berichtet Möller.

Kommentar: Information statt Strafe

Kurz vor Weihnachten stiftet das Rathaus eine Menge Verwirrung und kassiert von den Verwirrten dann Bußgelder. Und das auch noch in einem Stadtteil mit großem Parkdruck. Dabei ist die Lage in der Kortumstraße in der Südstadt für einen normalen Autofahrer eindeutig: Bei der Sanierung sind rechts und links auf Pflastersteinen Parkflächen entstanden, anders kann man das nun kaum interpretieren. Weder eine Markierung, noch Schilder lassen daran Zweifel. Als es dann Probleme mit zu breiten Müllwagen gibt, behauptet das Rathaus ganz selbstbewusst: Es habe nie eine andere Parkregelung gegeben als vor dem Umbau. Das jedoch ist schwer zu glauben – doch selbst wenn: Dass die Verwaltung das Ganze jetzt mit Politessen regelt und nicht mit einer vernünftigen Information der Anwohner, verärgert zu recht viele Bürger rund um die Kortumstraße.

Von Mathias Klein

Die Meisten werden es kennen: Es ist kurz vor Weihnachten, die Zeit ist knapp, gerne greift man beim Geschenkekauf auf den kostenfreien Einpackservice zurück. Und wartet. Wie sich das von der anderen Seite anfühlt, hat jetzt HAZ-Volontärin Julia Polley erfahren. Sie wagte den Selbstversuch am Einpacktisch.

22.12.2016

Eine 26-Jährige ist am Mittwochabend in ihrem Auto überfallen worden. Als die Frau an einer Ampel hielt, riss ein Mann die Fahrertür auf, bedrohte die Fahrerin und flüchtete mit ihrem Bargeld. Nun hofft die Polizei auf Zeugenhinweise, die dabei helfen können, den Täter und seinen Komplizen zu fassen.

22.12.2016

Die Stadt Hannover blickt in diesem Jahr auf den erfolgreichsten Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt Hannover zurück: Insgesamt haben 1,9 Millionen Menschen den Markt in der Altstadt besucht. Das ist ein Rekord. 

Simon Benne 25.12.2016